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Schul- und Kindertagesstättenkonzept Ackermannbogen

Antrag Nr. 02-08 / A 02944 der Stadtratsfraktion Bündnis90 / Die Grünen/RL vom 08.03.2006

Sehr geehrte Frau Stadträtin Krieger, sehr geehrter Herr Stadtrat Mühlhaus,

nach § 60 Abs. 9 GeschO dürfen Sich Anträge ehrenamtlicher Stadtratsmitglieder nur auf Gegenstände beziehen, für deren Erledigung der Stadtrat zuständig ist. Der Inhalt Ihres Antrages betrifft jedoch eine laufende Angelegenheit, deren Besorgung nach Art. 37 Abs. 1 GO und § 22 GeschO dem Oberbürgermeister obliegt. Eine beschlussmäßige Behandlung der Angelegenheit im Stadtrat ist daher rechtlich nicht möglich.

Zu Ihrem Antrag vom 08.03.2006 teile ich Ihnen aber Folgendes mit:

Nachnutzung des Gebäudes der Berufsschule nach dem Auszug

Die Berufsschule für Medien wird 2007 an ihren neuen Standort an der Riesstraße umziehen. Von vorneherein war beabsichtigt, dieses Schulgebäude dann für die Schulversorgung der Siedlung am Ackermannbogen bzw. deren Umgebung zu nutzen. Das Schulreferat hat unterschiedliche Möglichkeiten für eine sinnvolle Nutzung untersucht. Diese wurden dem Bezirksausschuss 4 am 20. Februar 2006 vorgestellt und man einigte sich auf eine Lösung.

Die Lösung soll folgendermaßen aussehen:

Im Gebäude der heutigen Berufsschule soll eine 15-klassige Hauptschule mit einer Jugendfreizeitstätte untergebracht werden. Das Baureferat ist gerade damit beschäftigt, zu untersuchen, ob das notwendige Raumprogramm dort untergebracht werden kann, bzw. welche Umbauten und ggf. Erweiterungen dazu notwendig werden. Die benachbarten Hauptschulen am Bayernplatz und an der Schwindstraße würden dann in diese neue große vollständig ausgestattete Hauptschule umziehen. Dadurch würde die Enge in diesen Schulen beseitigt und ein vollständiges Kursangebot für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen.

Der Wunsch des BA 4 an diesem Standort eine Netzwerkschule zu installieren erwies sich als nicht möglich, da der Standort zu wenig Raum bietet.

Anfragen der Aton-Schule und Parzivalschule

Anfragen der beiden Schulen, ob Räume für sie in der Schule am Ackermannbogen zur Verfügung gestellt werden können, wurden vom Schulreferat abschlägig beschieden, da die Stadt alle Räume für die neue Hauptschule benötigt.

Für die Parzivalschule, die bereits in einem angemieteten Gebäude am Ackermannbogen war, wird aber im Bebauungsplan Nr. 1709 e (Ackermannbogen Südwest) ein Schulstandort vorgehalten.

Neubau einer Grundschule oder Versorgung der Grundschulkinder in den umliegenden Schulen (Gertrud-Bäumer– oder Farinelli–Schule)

Zur Versorgung der Grundschüler aus dem Baugebiet Ackermannbogen wird gerade die Grundschule an der Gertrud-Bäumer-Straße um einen Grundschulzug erweitert. Diese Erweiterung soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Nachdem beabsichtigt ist, die Hauptschulen am Bayernplatz und an der Schwindstraße in die neue Hauptschule am Ackermannbogen überzuführen, ist es möglich durch geschickte Umsprengelungen ausreichend Platz in den Grundschulen am Bayernplatz, an der Farinellistraße und an der Schwindstraße zu schaffen, sodass einerseits das Baugebiet am Ackermannbogen als auch die im Sprengel der Grundschule an der Dachauer Straße gelegenen Baugebiete in den bestehenden Grundschulen versorgt werden können.

Situierung des Freizeittreffs

Wie schon im ersten Punkt angesprochen, ist beabsichtigt, in den Räumen der Hauptschule am Ackermannbogen einen Freizeittreff unterzubringen. Die erste Betrachtung der räumlichen Gegebenheiten hat ergeben, dass die im Nordwesten des Gebäudes gelegenen Räume geeignet wären. Eine endgültige Entscheidung kann erst nach der Abklärung mit dem Baureferat fallen. Es muss geprüft werden, ob die notwendigen Raumprogramme für die Hauptschule und den Freizeittreff mit dem vorhandenen Raumangebot im Schulgebäude inkl. einer möglichen Erweiterung in Übereinstimmung gebracht werden können. Das Schulreferat würde ein Zusammenwirken eines Freizeittreffs und einer Hauptschule sehr begrüßen, da hier dieselbe Altersklasse angesprochen wird und beide Institutionen voneinander profitieren könnten.


Fertigstellung der Kindertagesstätten und eventuell Krippen im Baugebiet und mögliche Übergangslösungen

Im Beschluss des Schulausschusses vom 21.06.2006 „Kindergarten in Containern als Notlösung für das Wohngebiet am Ackermannbogen“ (Sitzungsvorlage 02-08 / V 08114) hat das Schulreferat ausführlich dargestellt, dass kurzfristige Verbesserungen der Kindertagesstättensituation nicht möglich sind. Festzustellen ist aber, dass im kommenden Jahr 3 Kindertagesstätten fertiggestellt werden: Im Frühjahr / Sommer 2007 wird eine integrierte Kooperationseinrichtung (3 Kindergarten-, 3 Krippengruppen) am Gustav-Landauer-Bogen (Ackermannbogen I) ihren Betrieb aufnehmen. Im Herbst 2007 sollen dann der integrierte Kindergarten Ackermannbogen V (3 Kindergartengruppen) und die Kindertagesstätte Ackermannbogen II (4 Kindergarten-, 2 Hortgruppen) folgen.

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