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P R E S S E M I T T E I L U N G
25. August 2008
Grüne fordern Neubau für Reformschule
Freiham wäre ein geeigneter Standort“
In der Diskussion um die Gründung einer Reformschule hat sich die Stadtratsfraktion Die Grünen - rosa liste für einen Neubau (statt der Umwandlung einer bestehenden Schule) ausgesprochen.
Vier Jahre nachdem die Grünen im Rathaus den ersten Antrag gestellt hatten, wurde die Gründung einer Reformschule in kommunaler Trägerschaft im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Nun ist es Zeit, über die konkrete Realisierung nachzudenken. Das pädagogische Konzept liegt bereits seit langem vor, doch wo soll die Schule entstehen? „Für Die Grünen rosa liste hat ein Neubau erste Priorität“, so Grünen Stadträtin Sabine Krieger, denn nur gebaute Pädagogik bietet die Chance, das pädagogische Konzept optimal umzusetzen.“
Eine Reformschule benötigt für ihr pädagogisches Konzept der gemeinsamen Schulzeit vom Kindergarten bis zur 10.Klasse in einer rhythmisierten Ganztagsschule, jahrgangsübergreifenden Unterrichtsgruppen und individueller Förderung ausreichend Räumlichkeiten, die auf die Bedürfnisse der Schule ausgerichtet sind. Dazu gehören kleinere Gruppenräume, Aufenthaltsräume für LehrerInnen und SchülerInnen, aber auch Frei- und Sportflächen für unterschiedliche Altersgruppen. Sabine Krieger: „Dieses breite Angebot kann eine bestehende Schule, die in eine Reformschule umgewandelt wird, nicht gewährleisten. Auch bietet die Neugründung einer Schule die Möglichkeit, das Personal individuell auszuwählen, denn nur mit hochmotivierten LehrerInnen, die hinter dieser neuen Schule stehen, kann eine Reformschule gelingen.“
Um die Kosten für die Stadt zu reduzieren, so Sabine Krieger, sei es sinnvoll mit einer Stiftung zusammenzuarbeiten, die einen Teil der pädagogischen Finanzmittel mittragen könnte: „Hauptziel der Reformschule ist es, die durch soziale Ungleichheit entstehende Chancenungerechtigkeit abzubauen. Sie muss eine Schule für alle Kinder und Jugendlichen aus allen sozialen Gruppen der Münchner Bevölkerung sein. Insbesondere Kinder aus einkommensschwachen Haushalten und mit Migrationshintergrund sollen eine Chance haben, diese Schule zu besuchen und in ihr gefördert zu werden.
Deshalb muss diese Schule in einem Stadtteil liegen, der die breite soziale Mischung der Bevölkerung widerspiegelt. In Frage käme hier vor allem der neue Stadtteil Freiham, für den bereits mehrere Schulen geplant sind und der an Aubing, mit seiner gemischten Bevölkerungsstruktur anschließt. Aber auch andere Standorte, vor allem im Münchner Norden sollten noch überprüft werden.“
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