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P R E S S E M I T T E I L U N G
13. Februar 2008


Frontalangriff auf gentechnikfreie Landwirtschaft

Seitdem im Januar das neue Gentechnikgesetz von der Regierungskoalition im Bundestag verabschiedet wurde, droht der gentechnikfreien Landwirtschaft Gefahr – auch dem „Bündnis Gentechnikfreie Zone München“, zu dem sich die landwirtschaftlichen Betriebe der Stadt München und viele Bauern aus der Region und der Stadt zusammengeschlossenen haben. Durch die Gesetzesreform wird der Verunreinigung durch gentechnisch veränderte Pflanzen Tür und Tor geöffnet. So sollen die Hersteller gentechnikfreier Produkte bei einer Verunreinigung unter 0,9% nicht mehr entschädigt werden. Viele Bauern können ihre Ernte ab einer Verunreinigung von 0,1% aber nicht mehr auf dem Markt anbieten.
Die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen - rosa liste, Lydia Dietrich hat daher einen Bericht über die Auswirkungen der Gesetzesnovelle beantragt. Lydia Dietrich: „Die Mehrzahl der Landwirte und der Verbraucher lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Dieser Wunsch sollte respektiert werden, anstatt den gentechnikfrei wirtschaftenden Bauern das Wasser abzugraben.“
Überdies plant die bayerische Staatsregierung offensichtlich, den Kommunen jegliche Initiative zu einer gentechnikfreien Landwirtschaft zu untersagen. So sollen bei Pachtverträgen kommunaler Flächen keine Forderungen nach Gentechnikfreiheit zugelassen werden. Darüber hinaus sollen bei selbst bewirtschafteten Flächen wie auch bei der Beschaffung für kommunale Einrichtungen keine Forderungen nach „Gentechnikfreiheit“ aufgestellt werden dürfen.
Lydia Dietrich: „Die Bayerische Staatsregierung macht sich zum Handlanger der Gentechniklobby. Die Stadt München sollte auf jeden Fall ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen und ihren gentechnikfreien Kurs unbedingt fortsetzen!“


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