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P R E S S E M I T T E I L U N G
6. Februar 2008
Auf den guten Start kommt es an
Die Stadtratsfraktion Die Grünen - rosa liste hat mit zwei Anträgen (>>>hier) das Problem der Bildungsungerechtigkeit aufgegriffen.
Mit der Einführung von Schulsozialarbeit bereits an Grundschulen und der Einrichtung eines Modellprojekts an der Grundschule an der Thelottstraße wollen die Grünen Stadträtinnen Jutta Koller und Sabine Krieger den Bildungserfolg von ungünstigen äußeren Umständen unabhängig machen.
Der erste Münchner Bildungsbericht zeigt, dass es für die „Schulkarriere“ von Münchner Kindern mitentscheidend ist, ob sie aus einem „bildungsnahen“ Elternhaus kommen oder nicht. Um Ungerechtigkeiten auszugleichen, werden in Kindergärten die verschiedensten Unterstützungsmöglichkeiten vorgehalten und auch an fast allen Haupt- und Berufsschulen wurden in den letzten Jahren SozialarbeiterInnen etabliert, um schwächeren Schülern zu helfen. Nur an den Grundschulen wird derzeit noch sehr wenig Hilfe von außen geboten. Dieses Defizit ist auch in anderen Kommunen erkannt worden, dies zeigen die Planungen des Landkreises zur Einführung von Jugendsozialarbeit an mehreren Grundschulen. Das soll nun auch in München geprüft werden.
Jutta Koller, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion: „Unsere Angebote an Hauptschulen sind sinnvoll und unersetzlich, aber noch besser ist es, wenn Kinder nicht schon vier Jahre Schulschwierigkeiten hinter sich haben, bevor sie Hilfe bekommen, um diese zu überwinden.“
Eine besondere Situation besteht für die Grundschule an der Thelottstraße: Münchens nördlichste Schule liegt in einem Wohnumfeld, in dem die meisten Kinder nur wenig Unterstützung von ihren Familien erhalten. Andererseits verfügt sie über ansprechende Räumlichkeiten und eine großzügige Freianlage. So bietet es sich an, gerade hier einen neuen Weg in der Pädagogik einzuschlagen. In Zusammenarbeit aller Beteiligten soll eine Schule entwickelt werden, die ein so vielfältiges Angebot vorhält, dass auch Eltern aus anderen Stadtteilen versuchen werden, ihre Kinder hier anzumelden.
Jutta Koller: „Es wird Zeit den Beweis anzutreten, dass mit Unterstützung von anderen pädagogischen Professionen in einer Ganztagsschule auch dann ein optimales Lernergebnis erzielt werden kann, wenn die äußeren Bedingungen eher das Gegenteil nahelegen.“
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