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P R E S S E M I T T E I L U N G
31.01.08

Kohle wird immer unwirtschaftlicher
Kohlekraftwerk in Herne wird auf Eis gelegt


Nach Mitteilungen der Evonik Industries wird das geplante Steinkohlekraftwerk in Herne, an dem sich auch die Stadtwerke München GmbH (SWM) beteiligen wollen, vorerst nicht gebaut, "da die Basis für eine wirtschaftliche Realisierung des Projekts derzeit aus Sicht von Evonik nicht gegeben ist."

Ursache für die "Verschiebung" sind nicht nur kräftig gestiegene Preise für den Bau von Kraftwerksanlagen, sondern auch die Entwicklung im Emissionshandel. Da die EU-Kommission die Zertifikate ab 2012 auch für Neuanlagen komplett versteigern will, anstatt sie kostenfrei zuzuteilen, wird Energie aus Kohle spürbar teurer. Damit tritt eine Entwicklung ein, wie sie von Energieexperten beim "Kohlehearing" der Stadt München im Frühjahr 2007 bereits vorausgesagt wurde. Damals beschloss die Stadt, keine weiteren Beteiligungen an Kohlekraftwerken anzustreben.

Nach Überzeugung von Grünen-Stadträtin Sabine Krieger sollten die SWM den Planungsstopp in Herne zum Anlass nehmen, ihre Energieerzeugungsportfolio noch energischer auf erneuerbare Energien umzustellen.

Sabine Krieger: "Das Zeitalter der fossilen Energien neigt sich dem Ende zu – und dieses Ende kommt rascher als viele es wahrhaben wollen. Das Instrument des Emissionshandels beginnt zu greifen - eine gute Nachricht für alle, die Klimaschutzpolitik ernstnehmen. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien: Windparks, Solar- und Geothermiekraftwerke. Die Stadtwerke sind aufgerufen, sich mutig und entschlossen den Anforderungen der Zukunft zu stellen und sich rechtzeitig von Technologien zu verabschieden, die den Anforderungen des Klimaschutzes nicht gerecht werden können."


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