P R E S S E M I T T E I L U N G
28. Januar 2008
Kosten für Kohlekraftwerk Herne explodieren
Grüne fordern Überprüfung der Beteiligung der SWM
Wie den Ruhr Nachrichten (Ausgabe vom 6. Januar) zu entnehmen ist, werden die Kosten für das Steinkohlekraftwerk Herne nach der jüngsten Kalkulation von bisher 980 Mill. € auf 1,6 Milliarden € steigen. Die umweltpolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion Die Grünen - rosa liste, Sabine Krieger, hat deshalb die SWM in einem Antrag aufgefordert, neue Zahlen über die Wirtschaftlichkeit der Investition in das Steinkohlekraftwerk Herne vorzulegen.
Sabine Krieger: „Evonik früher STEAG - hat es wahrscheinlich versäumt, sich angesichts der drastisch gestiegenen Baupreise frühzeitig Bauteile zu sichern. Zu den explodierenden Baukosten kommen die Preissteigerungen der völlig überschätzten Kohlereserven und der Emissionszertifikate. Damit steht die Wirtschaftlichkeit des Projektes massiv in Frage. Die SWM müssen daher prüfen, ob sich die Investition in Herne noch rentiert oder ob sie nicht besser die Reißleine ziehen sollten.
Unter klimapolitischen und auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten wäre es zukunftsweisend, noch stärker als 2007 beschlossen in Erneuerbare Energien wie große Windparks oder Solarthermiekraftwerke zu investieren. Denn hier liegt die Zukunft der Energieerzeugung das haben die jüngsten Beschlüsse auf europäischer Ebene, die Deutschland auf einen Anteil der Erneuerbaren Energien von 18 % bis 2020 verpflichten, noch einmal bekräftigt.“
Sollte Herne scheitern, werden wir als Ersatz auf keinen Fall einer neuen Beteiligung an einem weiteren Kohlekraftwerk zustimmen. Das sind wir dem Klima schuldig.“
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