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P R E S S E M I T T E I L U N G
10. Januar 2008




Versorgung von älteren Lesben, Schwulen und Transgender auf den Weg gebracht


Der Sozialauschuss hat heute einstimmig beschlossen, eine Beratungsstelle der Münchner Aidshilfe finanziell zu fördern, damit ältere Lesben, Schwule und Transgender in München bedarfsgerecht versorgt werden können.

Hierzu erklärt die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen - rosa liste, Lydia Dietrich:
"In der Studie „Unterm Regenbogen“ wurden von Lesben und Schwulen in München insbesondere die fehlenden Strukturen bei Hilfe im Alter und Pflegebedarf beklagt. Die bestehenden Angebote der traditionellen Altenhilfe werden von Lesben, Schwulen und Transgender meist nicht angenommen, weil dort deren spezifische Bedürfnisse nicht berücksichtigt werden. Gerade die jetzige Generation der älteren Lesben, Schwulen und Trandsgender ist aufgrund von Diskriminierungs- und Verfolgungserfahrung während der NS-Zeit und der Nachkriegszeit traumatisiert. Die Bereitstellung von diskriminierungsfreien Räumen ist wesentlich für ihre Entscheidung, Hilfe und Unterstützung im Alter anzunehmen.
Mit dem heutigen Beschluss wird eine Beratungsstelle eingerichtet, die sich mit ihrem Angebot speziell an homosexuell und transgender lebende Seniorinnen und Senioren (50+) richtet. Die Beratung beinhaltet Informationen bei der Umsetzung von Ansprüchen wie bspw. Pflegeversicherung, Unterhalt und Erbe bei Verpartnerung, Vermittlung in stationäre Wohnmöglichkeiten und Beratung bei Pflege eines Angehörigen. Der heutige Beschluss erkennt den spezifischen Bedarf von Lesben, Schwulen und Transgender an und ist ein wegweisender Schritt zur Toleranz und Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen Lebensformen."


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