Home | Stadträte | Presse | Anträge | Partei | Links | Kontakt






ddd


P R E S S E M I T T E I L U N G
22. November 2007


Kahlschlag im Park der Riemerschmid-Villa?
Grüne bestehen auf neuem Gutachten

Die Grüne Stadtratsfraktion hält an ihrer Ablehnung der offenbar kurz bevorstehenden Fällung von 40 Bäumen im Park der Riemerschmid-Villa in Pasing fest. Nach dem gestrigen Ortstermin mit Vertretern des Lokalbaukommission, der Eigentümer, des Bund Naturschutzes und des Stadtrats, zeigten sich Fraktionschef Siegfried Benker und Stadträtin Sabine Krieger mehr denn je davon überzeugt, dass die Bäume vor einer Fällungsgenehmigung noch einmal von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen begutachtet werden sollten.

Bei der Ortsbegehung waren Meinungsverschiedenheiten über den Zustand der Bäume und eventuell mögliche Pflegemaßnahmen zur Sprache gekommen. Auch die Methoden, nach denen der Zustand der Bäume von der Unteren Naturschutzbehörde beurteilt wurde, stießen bei dem anwesenden Experten des Bund Naturschutz auf Skepsis. So wurde bei keinem Baum die Krone näher untersucht während der sichtlich am meisten geschädigte Baum nicht als Gefahrenbaum eingestuft wurde.

In einem Antrag (>>>hier) fordert die Grüne Fraktion außerdem eine Stellungnahme der Stadtverwaltung, ob der Status des Parks als Gartendenkmal nach einem solchen Kahlschlag erhalten werden kann und inwieweit der Denkmalschutz des gesamten Ensembles mit Villa und Parks davon betroffen wäre. Die Fraktion will darüber hinaus erreichen, dass auf dem Grundstück über das bereits existierende Baurecht hinaus keine weitere Bebauung erfolgen kann.

Sabine Krieger: „Die Bäume im Park der Riemerschmid-Villa haben einen hohen kulturhistorischen und ökologischen Stellenwert. Ihre Fällung muss nach Möglichkeit verhindert werden. Bei der Ortsbegehung hat sich gezeigt, dass es über die Erhaltungschancen unterschiedliche Auffassungen gibt. Daher muss jetzt ein externer Gutachter, der weder von der Stadt noch von den Eigentümern abhängig ist, Klarheit schaffen. Der Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde ist es, Bäume zu schützen. Derzeit scheint sie aber nach dem Motto „Im Zweifel für die Fällung“ zu verfahren. Eine Fällung von 41 Bäumen hätte zudem stadtweiten Signalcharakter für die Behandlung alter Bäume in Privatgärten.“

Siegfried Benker: „In der Bürgerschaft formiert sich massiver Widerstand gegen die Fällung und der Bezirksausschuss 21 hat sich ebenfalls dagegen ausgesprochen. Wenn so viele ökologisch wertvolle und ortsbildprägende alte Laubbäume gefällt werden sollen, muss genau geprüft werden, ob das wirklich notwendig ist. Ein solch schonungsloser Eingriff in den Baumbestand könnte außerdem den Denkmalschutzcharakter des gesamten Ensembles tangieren.“


Pressearchiv

Antragsarchiv

Ausschüsse