P R E S S E M I T T E I L U N G
17. Juli 2007
Planfeststellung für 3. Startbahn:
Bahn frei für die Billigflieger
Anlässlich des in der morgigen Vollversammlung bevorstehenden Beschlusses zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der 3. Startbahn am Münchner Flughafen hat die Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste ihre Ablehnung des Projekts bekräftigt. Fraktionsvorsitzende Lydia Dietrich wies darauf hin, dass die soeben veröffentlichten Zahlen über die Wachstumsraten des Flughafens im ersten Halbjahr 2007 erneut die grundsätzliche ökologische Fehlentwicklung des Flugverkehrs demonstrierten. Die grün-rosa Stadtratsfraktion stelle daher sich hinter die Petition des gegen den Ausbau agierenden Aktionsbündnisses „AufgeMUCkt“, die an die umweltpolitische Verantwortung der Stadt München appelliert.
Lydia Dietrich: “Die größten Zuwächse, nämlich 19 %, sind am Münchner Flughafen in der „low cost“-Sparte zu verzeichnen, auf die mittlerweile 16 % der Passagiere entfallen. Dies belegt, dass die rasanten Wachstumsschübe des Flugverkehrs auf tönernen Füßen stehen, denn auf Dauer wird die Billigfliegerei wegen ihrer eklatanten Vernachlässigung der ökologischen Kosten nicht zukunftsfähig sein. Behauptungen, wie von Herrn Kerkloh, der Flugverkehr verursache nur 2,2 % der weltweiten CO2-Emissionen, sind Augenwischerei, denn die Flugzeuge liefern mit Kondensstreifen und Cirruswolken, die sich aus dem Wasserdampf und Rußpartikeln der Abgase bilden, einen zusätzlichen erheblichen Beitrag zum Treibhauseffekt.
Auch im Flugverkehr ist Kostengerechtigkeit unabdingbar! Würden die durch ihn verursachten Umweltschäden in die Preise miteingerechnet, dann müsste man sich am Münchner Flughafen wohl kaum um eine 3. Startbahn kümmern. Doch das wuchernde Wachstum des Flugverkehrs ist politisch gewollt. Das demonstriert die anhaltende Tatenlosigkeit in der Frage der Kerosinbesteuerung - eine ökologische Verantwortungslosigkeit, die am Münchner Flughafen mit der Subventionierung von Langstreckenflügen noch überboten wird. Das bleibt ein hässlicher Fleck in der umweltpolitischen Bilanz Münchens!"
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