Home | Stadträte | Presse | Anträge | Partei | Links | Kontakt






ddd

P R E S S E M I T T E I L U N G
5. Juli 2007


Grüne Mitte für den Ackermannbogen
Vollsortimenter an der Schwere-Reiter-Straße

Im Planungsausschuss am gestrigen Mittwoch, den 4. Juli 2007, hat der Stadtrat mit den Stimmen von Bündnis 90/ Die Grünen-rosa liste, CSU und FDP beschlossen, den geplanten Vollsortimenter im Neubaugebiet am Ackermannbogen im Süden an der Schwere-Reiter-Straße zu situieren. Stadtrat Jens Mühlhaus, der sich lange für diesen Standort eingesetzt hat, zeigte sich erfreut über die Entscheidung:

"Durch den südlichen Standort des Supermarktes wird der Einkaufsverkehr aus dem Viertel herausgehalten. Der Supermarkt mit der angegliederten Kerngebietsnutzung an der Schweren-Reiter-Straße schirmt zudem das Wohngebiet vom Straßenlärm ab, während gleichzeitig in der Mitte des Neubaugebietes eine attraktive Wohnlage entsteht.

Um urbanes Leben in das Viertel zu bringen, streben wir an, die Zufahrtsstraße, die von der Schweren-Reiter-Straße nach Norden führt und an deren Kreuzung der Supermarkt zu liegen kommt, wie eine "Marktstraße" zu gestalten: Breite Fußgänger- und Aufenthaltsbereiche laden zum Flanieren und Verweilen ein, die Autos sollen in ihrer Geschwindigkeit gebremst werden, in der Erdgeschosszone können weitere Läden oder andere Dienstleister entstehen, es gibt Platz für einen Wochenmarkt.

Darüber hinaus entsteht in der Mitte des Neubaugebietes ein grünes Herzstück, das mit entsprechender Ausstattung und Gestaltung (z. B. Spielplatz, Café am Rand) Treffpunkt und Erholungsoase für die Bewohner/-innen des Ackermannbogens werden kann.

Der heutige Beschluss beendet einen fast einjährigen Streit um die Lage des Vollsortimenters am Ackermannbogen. Die massive Kritik am Standort inmitten des Neubauviertels - vor allem die Verkehrsbelastung und die städtebauliche nur schwer zu bewältigende Situation eines oberirdischen Parkdecks - hat zuletzt das Viertel scheinbar gespalten. Denn auch die nun beschlossene Lage an der Schwere-Reiter-Straße bringt zumindest einen Nachteil mit sich: für die ganz im Norden des Neubauquartiers Wohnenden entsteht ein Fußweg, der über den geforderten 600m liegt. In der Abwägung aller Argumente ist aber der Südstandort der deutlich bessere.

Zuletzt kehren wir also zum preisgekrönten Entwurf des Architekten Christian Vogel zurück, der offenbar schon vor mehr als 8 Jahren die Argumente richtig sortieren konnte und den Supermarkt im Süden situierte.

Nun gilt es, die versprochene Qualität der Marktstraße auch zu verwirklichen: Flaniermeile mit Autoverkehr, Platz für Märkte, womöglich als ebenengleicher Platz gestaltet, mit Bäumen, mit Gastro und vielen kleinen Läden - das sind große Pläne für eine Straße an einer Busendhaltestelle mit nahe liegendem Supermarkt. Aber es gibt Vorbilder (Freiburg Vauban, Tübingen Südstadt und Loretto) und es gibt die funktionierenden Instrumente wie z.B. die Möglichkeit durch Baugemeinschaften, die EG-Ladenzonen zu angemessenen Preisen zu erstellen. Alle, die jetzt so engagiert für einen attraktiven Stadtteil gekämpft haben, sind jetzt aufgefordert, den Ackermannbogen zu einem Erfolgsmodell für die ganze Stadt zu machen. Die Grünen im Stadtrat wie im Bezirksausschuss jedenfalls werden sich mit aller Kraft für ein Gelingen engagieren.

Das Planungsreferat wird jetzt wieder in das Bebauungsplanverfahren einsteigen, am Ende dürfte eine einjährige Verzögerung durch den Konflikt entstanden sein. Daher ist die zweite gute Nachricht eine versöhnliche: Es kann endlich weiter geplant werden und eine endgültige Bebauung des Viertels und die notwendige Nahversorgung kann endlich errichtet werden. Der Zeitplan könnte so lauten: Nach dem Sommer: neue Auslegung (wenn nötig), Billigung des B-Plans im Winter, Satzungsbeschluss und Baubeginn im kommenden Sommer."



Pressearchiv

Antragsarchiv

Ausschüsse