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P R E S S E M I T T E I L U N G
20. Juni 2007


Heroin auf Krankenschein:
Grüne freuen sich über CDU-Initiative

Die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste, Lydia Dietrich, hat die Bundesratsinitative der Bundesländer Hessen und Hamburg zur gesetzlichen Regelung der Diamorphinbehandlung begrüßt. Dieser Vorstoß, so Dietrich, wecke neue Zuversicht, dass sich die diamorphingestützte Substitution demnächst auch in München wieder auf stabile rechtliche und finanzielle Grundlagen stützen könne. Die Ausnahmegenehmigungen, mit der die Heroinambulanzen gegenwärtig betrieben würden, seien auf Dauer kein solides Fundament.

Lydia Dietrich: „Dass ausgerechnet zwei CDU-regierte Bundesländer diesen Vorstoß wagen, zeigt, zu was auch konservative Parteien fähig sind, wenn sie für schwerstabhängige Suchtkranke Verantwortung übernehmen wollen. Leider gehen in Bayern die Uhren anders: In der CSU gibt es noch das Primat der Ideologie und jeder suchtpolitische Fortschritt wird erst mit mindestens zehnjähriger Verspätung nachvollzogen. Ich fordere die Münchner CSU auf, den sozialen Realitäten einer Großstadt Rechnung zu tragen, ihre ideologischen Vorbehalte hintan zu stellen und sich auf ihrer Landesebene dafür einzusetzen, dass die Staatsregierung die Initiative aus Hamburg und Bremen nicht blockiert.
Die Substitution mit Diamorphin hat sich bewährt und leistet auch einen guten Beitrag zur öffentlichen Sicherheit. Es ist daher gerecht, dass die Kosten wie für jede notwendige medizinische Behandlung von den Kassen getragen und nicht einfach den Kommunen aufgebürdet werden.“

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