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P R E S S E M I T T E I L U N G
München, 4. Mai 2007


GRÜNE fordern Kohle-Moratorium

Mit einem Antrag zur dringlichen Behandlung in der Vollversammlung des Stadtrates am 09. Mai 07 fordert die Fraktion GRÜNE/rosa liste die Verwaltung auf, in den nächsten 3 Monaten keine weitere Kohlebeteiligung der SWM vorzubereiten. In diesem Zeitraum wird der Oberbürgermeister gebeten, einen Klimagipfel zu organisieren, auf dem mit Vertretern der örtlichen sowie überregionalen Umweltverbände, Wissenschaftlern, Energieexperten und Finanzexperten aus dem Bereich ökologischer Investments und den SWM über Alternativen zur Beteiligung an Kohlekraftwerken unter ökonomischen und ökologischen Aspekten beraten wird. Dieser Klimagipfel soll durch eine breite öffentliche Diskussion begleitet werden.

Die Ergebnisse der Beratungen sollen dem Stadtrat bis zur Sommerpause vorgelegt werden.

Stadträtin Sabine Krieger:

In der Diskussion ist vor allem der ökonomische Vorteil von Kohle gegenüber anderen Energieträgern, der die Energieversorger dazu „zwingt“, in Kohlekraftwerke zu investieren. Dies mag derzeit so sein. Aber betrachtet man die Laufzeit der neuen Kraftwerke von bis zu 40 Jahren, dann kann eine Entwicklung mit höheren Emissionszertifikats- und Rohstoffpreisen schnell dazu führen, die Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu gefährden.

Die Investition der Stadtwerke in Kohlekraftwerke sollte deshalb noch einmal auf den Prüfstand und über klimafreundliche Alternativen sollte neu nachgedacht werden.

Dazu gehört sowohl eine Überprüfung der Kalkulationen zu den Renditeerwartungen als auch Überlegungen zur drastischen Veränderungen der Kohle- und Emissionszertifikatspreise in den nächsten Jahren.“

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