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München, 03.05.2007


Grüne gegen ausbeuterische Arbeit auf kommunalen Baustellen

Die Stadtratsfraktion von Die Grünen - rosa liste wendet sich heute in einem Antrag an das Baureferat der Landeshauptstadt München. Es soll dargestellt werden, wie bei städtischen Auftragsvergaben ausbeuterische Arbeit auf kommunalen Baustellen vermieden werden kann.

Stadträtin Sedef Özakin fordert das Baureferat dazu auf, darzustellen, inwieweit Baufirmen, mit denen die Stadt zusammengearbeitet hat und welche erwiesenermaßen entweder selbst Menschen auf ihren Baustellen unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen beschäftigt haben bzw. mit Subunternehmen zusammenarbeiten, die Arbeitskräfte ausbeuten, zukünftig von einer Auftragsvergabe ausgeschlossen werden können.

Des Weiteren soll das Baureferat darstellen, wie man in unterschiedlichen Sprachen und mit einem Beratungsangebot insbesondere den eingeschüchterten Bauarbeitern, die kein oder wenig Deutsch sprechen

- ihre Angst nehmen kann, ihre Ausbeutung anzuzeigen und
- sie über ihre Rechte aufklären kann.

Sedef Özakin, Stadträtin: „Bei den ausgebeuteten Arbeitskräften handelt es sich in der Regel um Menschen, die von den Auftragsfirmen so sehr eingeschüchtert werden, dass sie sich aus Angst nirgendwohin wagen. Es ist erschreckend, zu erfahren, dass Menschen auf deutschen Baustellen über Wochen härteste Arbeit verrichten müssen und anschließend um ihre Bezahlung gebracht werden oder mit Hungerlöhnen von 2 bis 4 Euro pro Stunde abgefertigt werden. Dem gilt es zumindest im kommunalen Einflussbereich mit aller Macht und allen zur Verfügung stehenden Mitteln einen Riegel vorzuschieben.“

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