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P R E S S E M I T T E I L U N G
08.03.07


Grüne wollen Hinterhoftheater retten

Mit einem Dringlichkeitsantrag (>>>hier)an die nächste Vollversammlung des Stadtrats am 14.03. versucht die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste, doch noch eine Wende für den Erhalt des Hinterhoftheaters einzuleiten.
Wie in der Presse berichtet wurde dem Pächter des Hinterhoftheaters, Günther Knoll, von der Löwenbräu AG gekündigt; am 2. April soll endgültig Schluss sein. Hintergrund sind Altlasten aus Knolls Zeit im Wirtshaus am Schlachthof. Ein Tilgungsvorschlag Knolls wurde von der Brauerei abgelehnt.
Grünen-Stadträtin Jutta Koller will mit dem Dringlichkeitsantrag einen Appell des gesamten Stadtrats an die Löwenbräu AG zur Rücknahme der Kündigung initiieren und OB Ude, der bereits einmal mit den Verantwortlichen der Brauerei an einem Tisch saß, zu einem erneuten Vorstoß bewegen. Falls dies nichts fruchtet, soll der Stadtrat sich mit dem Erbpachtvertrag befassen, den die Stadt München vor langer Zeit mit Löwenbräu über das Grundstück an der Sudetendeutschen Straße abgeschlossen hat. Zum anderen soll untersucht werden, so Jutta Koller, „welche alternativen Möglichkeiten bestehen, das Lokal samt Theater mit dem bewährten und beliebten Angebot zu erhalten.“
Jutta Koller: „Es fällt schwer sich vorzustellen, dass die hier in Frage stehenden Summen in der Bilanz dieses Megakonzerns mehr ausmachen als ein Tröpfchen in einem Hektoliterfass. Die Löwenbräu AG sollte sich schämen, wegen solcher Beträge ein so einmaliges und typisches Theater platt zu machen. Es ist ein Armutszeugnis für einen florierenden Getränkekonzern, immer nur auf den Bierabsatz zu schauen anstatt auch einmal einen kleinen Beitrag für die Kultur in München zu leisten. Die Stadt darf nichts unversucht lassen, um >das geilste Theater der Welt< (Harald Schmidt) zu erhalten.“


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