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P R E S S E M I T T E I L U N G
15. November 2006



Vorfahrt für den Transrapid - S-Bahn auf dem Abstellgleis
Grüne Kritik an "industriepolitischer Großmannssucht"

Die angekündigte Erhöhung der Finanzierungsbeiträge für den Transrapid durch den Freistaat und die Bundesregierung ist bei der Grünen Stadtratsfraktion auf scharfe Kritik gestoßen. Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Jens Mühlhaus, bezeichnete die Erhöhung des bayerischen Finanzierungsanteils auf 300 Mio. € und – nach gegenwärtiger offizieller Kostenschätzung - auf bis zu 925 Mio. € durch den Bund als "Schlag ins Gesicht von Hunderttausenden S-Bahn-Benutzern."

Jens Mühlhaus: "Die industriepolitische Großmannssucht der schwarz-roten Koalition führt zum verkehrspolitischen Stillstand im Großraum München. Schwarz-Rot hat die S-Bahn aufs Abstellgleis geschoben, der Transrapid hat jetzt offenkundig Vorfahrt. Der finanzielle Spielraum für Investitionen in den dringend notwendigen S-Bahn-Ausbau wird immer kleiner, während bei der Verwirklichung von Magnetschwebeträumen jedes Maß verloren gegangen ist."

Mühlhaus wies darauf hin, dass Freistaat und Bund trotz der fantastischen Summen, die sie für den Transrapid ausgeben wollen, von einer seriösen Finanzierung immer noch weit entfernt seien. Jens Mühlhaus: "Eines muss den Herren Huber und Tiefensee klar sein: Von der Flughafen München GmbH gibt es für den Transrapid keinen müden Cent, solange im Münchner Rathaus nicht die CSU regiert. Und das könnte noch dauern, wenn die CSU mit der Devise 'Transrapid statt S-Bahn-Ausbau' in den Wahlkampf zieht."

Mühlhaus kündigte an, die Themen "Transrapid" und "S-Bahn" zu einem Schwerpunkt des Grünen Wahlkampfes für die Kommunalwahlen 2008 zu machen.


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