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P R E S S E M I T T E I L U N G
24. Juli 2006
Grüne werden für Kurz-Adam stimmen
Die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste, Lydia Dietrich, hat heute die Absicht ihrer Fraktion bekräftigt, am kommenden Mittwoch die 45jährige Psychologie-Professorin Maria Kurz-Adam zur neuen Leiterin des Münchner Jugendamtes zu wählen. Dies sei das Resultat eines durchaus schwierigen Entscheidungsprozesses, das alle in der Fraktion mittragen.
Die jugendpolitische Sprecherin der Fraktion, Jutta Koller, verwies darauf, dass für Kurz-Adam gerade die Fähigkeit spreche, die Jugendarbeit sowohl aus der Perspektive wissenschaftlicher Distanz betrachten als auch die konkreten Probleme der Münchner Jugendarbeit beurteilen zu können.
Jutta Koller: "Mit Maria Kurz-Adam bewirbt sich eine unabhängige Fachfrau um die Leitung des Jugendamts. Wir sind davon überzeugt, dass Frau Kurz-Adam neben ihrer unbestrittenen wissenschaftlichen Qualifikation auch genügend Kenntnis der konkreten Erfordernisse der Jugendarbeit mitbringt, um eine so große Behörde wie das Münchner Jugendamt leiten zu können. Wer sie als reine Theoretikerin abstempeln will, verkennt den praktischen Wert ihrer Studie "Umbau statt Ausbau" für das Münchner Sozialreferat, ein Nachweis ihrer hervorragenden Qualifikation. Als Frauenbeauftragte der Katholischen Stiftungsfachhoch besitzt sie außerdem Erfahrung in einem für die Grünen rosa liste sehr wichtigen Politikbereich."
Lydia Dietrich: "Die Jugendamtsleitung soll nach rein fachlichen Kriterien neu besetzt werden darüber waren sich SPD und Die Grünen - rosa liste im Rathaus von Anfang an einig. Wir sind daher sicher, dass die rot-grüne Koalition nicht aus der Balance geraten wird, wenn wir uns nach einem intensiven Abwägungsprozess für Frau Kurz-Adam entscheiden."
Der Vorsitzende der Münchner Grünen, Dr. Florian Roth, hat darauf hingewiesen, dass es über die Neubesetzung der Jugendamtsleitung keinerlei Vereinbarungen zwischen der SPD und den Grünen gebe. Der Vorstand der Münchner Grünen habe die Haltung der Fraktion einstimmig gebilligt.
Florian Roth: "Es gibt keine politische Absprache über die Besetzung dieser wichtigen Stelle und das ist auch gut so. In einer solchen Frage nicht gemeinsam abzustimmen ist daher vollkommen legitim und bewegt sich im Rahmen der Normalität. Die gute und intensive Zusammenarbeit zwischen Grünen und SPD gerade in der Sozialpolitik wird weitergehen."
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