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P R E S S E M I T T E I L U N G
23. 5. 2006



Neonazi-Demonstration am 1. Juli in München – Die Welt zu Gast bei Neonazis?
Gegenaktionen sind in Vorbereitung

Die von Neonazis geplante Demonstration am 1. Juli – in der Zeit der Fußballweltmeisterschaft - ist eine Provokation für alle Münchnerinnen und Münchner. Gerade während der vier Wochen der Fußballweltmeisterschaft bemüht sich München, Weltoffenheit und interkulturelle Verständigung zu zeigen. Neonazis haben sich bewusst diesen Zeitpunkt gewählt, zu dem sie mit gezielt ausländer- und fremdenfeindlichen Aussagen provozieren wollen. Mit Parolen wie "Integration ist Lüge" oder "Massenzuwanderung ist Völkermord" werden gezielt rassistische Parolen verwendet.

Seit einigen Wochen werden Protestaktionen vorbereitet. Martin Löwenberg, Überlebender verschiedener Konzentrationslager, und Siegfried Benker, Fraktionsvorsitzender der Grünen/rosa liste, planen für den gleichen Tag eine Kundgebung auf dem Marienplatz und sind nicht gewillt, ihn den Neonazis zu überlassen. Niemand in München sollte an diesem Tag die Stadt den Neonazis überlassen.

Siegfried Benker: "München soll ein Teil der Strategie der Neonazis werden, während der Fußball-WM Ausländerfeindlichkeit statt Weltoffenheit zu predigen. Es wird an den Münchnern liegen, ob ihnen dies am 1. Juli 2006 gelingen wird. Ich gehe davon aus, dass München und die Münchner alles tun werden, um diese Nazidemonstration zu verhindern. In München ist das Medienzentrum der WM und auf der Theresienwiese stehen 250 Übertragungswagen der internationalen Medien. Es liegt an den Münchnern, aber auch am Verhalten des Kreisverwaltungsreferates und der Münchner Polizei, welche Bilder an diesem Tag um die Welt gehen. An diesem Tag können und müssen die Münchner zeigen, dass sie bereit sind für Weltoffenheit und gegen rechtsextreme Parolen auf die Straße zu gehen. Wer zu Gast bei Freunden ist, kann diesen Freundschaftsdienst erwarten."

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