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P R E S S E M I T T E I L U N G
2. März 2006
Grüne wollen Coca-Cola-Boykott ausweiten
Die Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste hat beantragt, die Stadt München möge sich an dem Boykott gegen Coca-Cola beteiligen, der inzwischen in vielen Ländern Unterstützung gefunden hat.
Im Unterschied zum Antrag der ÖDP, die dem Stadtrat Anfang Februar vorgeschlagen hat, Coca-Cola aus den Kantinen der Stadt und der städtischen Gesellschaften zu verbannen, geht der Grüne Antrag (>>>hier) über die einfache Konsumverweigerung hinaus: Oberbürgermeister Ude soll sowohl an den Hotel- und Gaststättenverband als auch an seine Kolleginnen und Kollegen in den anderen Austragungsstädten der Fußball-WM herantreten, um sie zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen Coca-Cola zu veranlassen. Darüber hinaus sieht der Grüne Antrag eine Informationsveranstaltung zur Situation der Gewerkschaften bei Coca-Cola Kolumbien vor, die während der Fußball-WM gemeinsam von der Stadt und Ver.di organisiert werden soll.
Zur Begründung führt Fraktionschef Siegfried Benker nicht nur die zahlreichen Morde an kolumbianischen Gewerkschaftsmitgliedern an, die für Coca-Cola-Subunternehmen gearbeitet haben, sondern auch die sich immer weiter verschlechternde soziale Situation der bei Coca-Cola Kolumbien oder Subunternehmern Beschäftigten. Deren Durchschnittseinkommen ist drastisch gesunken und immer weniger Arbeiter haben eine Festanstellung. Das Eintreten der Gewerkschaften für gerechtere soziale Bedingungen wird mit nackter Gewalt beantwortet.
Siegfried Benker: „Coca-Cola ist einer der Hauptsponsoren der Fußball-WM 2006 in Deutschland. München als einer der 12 Austragungsorte dieser WM könnte federführend sein bei dem Versuch, die gewerkschaftliche Situation bei den Coca-Cola-Abfüllbetrieben in Kolumbien bekannt zu machen und durch einen entsprechenden Boykott Druck auf Coca-Cola auszuüben. Damit würde München sich einer Bewegung anschließen, der schon zahlreiche Institutionen in vielen Ländern angehören, unter anderem auch die Stadt Turin.“
Mehr Informationen zum Coca-Cola-Boykott sind auf den Seiten von Labour.Net.de zu finden.
>>>Hier
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