P R E S S E M I T T E I L U N G
26. Januar 2006
Bessere Bildungschancen für junge Mütter
Die Verbesserung der Bildungschancen besonders benachteiligter Jugendlicher ist das Ziel einer Initiative von Stadträtin Jutta Koller (Die Grünen rosa liste).
Zum einen greift sie in einem Antrag (>>>hier) die Probleme auf, vor denen junge Mütter stehen, die bisher weder einen Schulabschluss geschafft noch einen Ausbildungsplatz erhalten haben. In Zusammenarbeit mit dem Freistaat und Freien Trägern soll ihnen durch eine zentral gelegene Kindertagesstätte, die bevorzugt Kinder von Schülerinnen aufnimmt, die weitere Ausbildung ermöglicht werden. "Denn," so Jutta Koller, "gerade junge Frauen mit Problemen bei der Ausbildung oder in der Schule sehen in einer Schwangerschaft oft die Lösung all ihrer Probleme: einmal etwas erfolgreich zu Ende bringen (ein süßes Baby, dass man allen zeigen kann), nicht mehr über die Zukunftsplanung nachdenken zu müssen (Mutter sein als Hauptberuf), die Hoffnung in einer unsicheren Zeit den Partner sicher binden zu können. Oft sind die Mädchen nicht in der Lage zu erkennen, wie sehr sie ihren eigenen Lebensweg dadurch beeinträchtigen. Da es besonders für Kinder unter drei Jahren schwer ist, einen Betreuungsplatz zu finden, müssen die Schülerinnen vom Schulunterricht befreit werden, um ihre Kinder versorgen zu können."
Die Maßnahme sieht auch eine intensive Betratung der jungen Frauen und eine zusätzliche Ausbildung der Erzieherinnen vor, die die Elternarbeit gerade mit sehr jungen Müttern in unsicheren Lebenslagen erleichtern soll. Zur Finanzierung sollen wenn möglich auch die ARGE und eventuell auch EU-Projekte miteingebunden werden.
In einer Anfrage (<<<hier) widmet sich Jutta Koller außerdem der Verbesserung von ÜSA (Übergang Schule Arbeitswelt), einem Projekt, das jungen Menschen ohne Schulabschluss (etwa 1000 pro Jahr in München) beim Übergang in die Arbeitswelt unterstützen soll.
Jutta Koller: "Es ist sinnvoll, ÜSA bereits im Vorfeld, d.h. vor Beendigung der Haupt-schule zu beginnen, um einer Unterbrechung der Ausbildungsbiografie der Jugendlichen vorzubeugen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass für manche Jugendliche, die durch Schulversagen und mangelnden Zukunftschance schon frustriert sind, der erste Kontakt mit den Menschen, die ihnen helfen sollen, in einer Zahlungsaufforderung wegen Verletzung der Schulpflicht besteht. Dies führt nicht unbedingt zu Motivationsschüben und wirkt sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit kontraproduktiv aus."
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