P R E S S E M I T T E I L U N G
29. Dezember 2005
Grün-rosa setzt nach:
KVR ignoriert Diskriminierung von Schwulen auf der Wies`n
Nach Berichten über Diskriminierungen von schwulen Oktoberfestbesuchern durch Sicherheitspersonal, die der Grün-rosa Stadtratsfraktion zugetragen wurden, hatten die Stadträte Lydia Dietrich und Thomas Niederbühl eine Anfrage an die Stadt-verwaltung gerichtet.
Die Antwort seitens des Kreisverwaltungsreferats (KVR) liegt nun vor, doch sie ist nach Auffassung von Dietrich und Niederbühl völlig unbefriedigend. Das KVR ignoriert die diskriminierenden Vorfälle bei der diesjährigen Wies`n, weist jegliche Verantwortung ab und sieht keinen Handlungsbedarf für die kommenden Wies`n.
Das ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die als Gäste des Oktoberfestes vom Sicherheitspersonal schäbig behandelt wurden“, so die beiden Stadträte.
Lydia Dietrich: „Auch wenn für die Auswahl des Sicherheitspersonals die Festwirtinnen und Festwirte verantwortlich sind, liegt es auch im Interesse der Stadt, dass Gäste in München anständig behandelt werden. Und dies geht offensichtlich nur, wenn das Personal entsprechend geschult wird.“
Thomas Niederbühl: “Schwule Gäste waren in den letzten Jahren ein selbstverständlicher Teil des Oktoberfestes. Die Stadt darf es nicht hinnehmen, dass ihnen mit aggressivem Verhalten begegnet wird.“
Für die beiden Stadträte ist die lapidare und ignorante Behandlung dieser ernsten Angelegenheit nicht hinnehmbar, die Sache damit noch nicht abgeschlossen. Lydia Dietrich und Thomas Niederbühl werden sich brieflich an Kreisverwaltungsreferent Dr. Blume-Beyerle wenden und ihn auffordern, dem Stadtrat die Stellungnahme der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen zugänglich zu machen, denn diese wurde in der Antwort der Stadtverwaltung einfach ignoriert. Ein weiteres Schreiben geht an Wirtschaftsreferent Dr. Wieczorek mit der Bitte, Vorschläge zu machen, wie derartige diskriminierende Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden sind.
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