|
|
P R E S S E M I T T E I L U N G
30. November 2005
Ökologische Heuchelei in Fröttmaning
Grüne lehnen Siedlung am Kiefernwald ab
Die Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste hat in der heutigen Sitzung des Planungsausschusses den Bebauungsplan für die Siedlung am Kiefernwald in Fröttmaning wegen ökologischer Unzulänglichkeiten abgelehnt. Stadträtin Sabine Krieger kritisierte vor allem die zu geringen Pufferzonen zum FFH-Gebiet Fröttmaninger Heide und die mangelnde Bereitschaft des Bauträgers BLS, sich auf konkrete ökologische Ziele zu verpflichten.
Sabine Krieger: „Die Flächen, die jetzt bebaut werden, wären auch sehr gut als ökologische Ausgleichsfläche geeignet gewesen. Die Grünen waren dennoch bereit, der Bebauung zuzustimmen allerdings unter der Voraussetzung, dass an diesem ökologisch sensiblen Standort eine echte Ökosiedlung verwirklicht wird. Leider war die BLS nicht bereit, über die üblichen Standards hinauszugehen und diese auch im städtebaulichen Vertrag festzuschreiben. Die Einhaltung des ökologischen Kriterienkatalogs der Stadt ist bei städtischen Grundstücken Standard, konkrete Verpflichtungen zu weitergehender Energieeinsparung fehlen ebenso wie ein kinder- und fußgängerfreundliches Verkehrskonzept. Die passive Nutzung von Solarenergie wird durch die Ost-West-Ausrichtung der meisten Gebäude erschwert, zusätzliche ökologische Qualität wie Brauchwassernutzung, Solarthermie etc. soll den Käufern nur als Option angeboten werden wenn Sie bereit sind, den entsprechenden Aufpreis zu zahlen.
Kurz: Die Siedlung am Kiefernwald ist ein Exempel für ökologische Heuchelei. So wird die Stadt ihre Klimaschutzziele niemals erfüllen.“
|
|
|
|