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P R E S S E M I T T E I L U N G
29. September 2005



Diskriminierung auf der Wiesn
Sind Schwule und Lesben in den Festzelten nicht mehr willkommen?

Lesben und Schwule sind auf der diesjährigen Wiesn Opfer von Diskriminierung durch Sicherheitspersonal geworden. Nach Berichten, die der Stadtratsfraktion Die Grünen-rosa liste von Betroffenen zugetragen wurden, wurden am ersten Wiesn-Sonntag lesbische und schwule Besucher und Besucherinnen vor und im Bräurosl-Zelt von Sicherheitspersonal grundlos körperlich bedrängt, obwohl die Bräurosl an diesem Tag traditionell Treffpunkt von Lesben und Schwulen ist.
An einem anderen Tag kam es vor der Fischer-Vroni zu diskriminierenden Vorfällen. Betroffene berichten, dass ihnen mit der Begründung ,"man wolle keine Schwulen mehr" der Einlass verwehrt wurde, obwohl das Zelt am frühen Nachmittag halbleer war.
Grünen-Fraktionschefin Lydia Dietrich und rosa-liste-Stadtrat Thomas Niederbühl wollen nun per Anfrage klären, ob der Stadt weitere diskriminierende Vorfälle bekannt geworden sind, welche Auswahlkriterien für das Sicherheitspersonal gelten und ob es über die in München herrschende liberale und offene Haltung gegenüber Lesben und Schwulen aufgeklärt werde. Außerdem wollen sie wissen, ob die Stadt den Wirten und Schaustellern klargemacht habe, dass Diskriminierungen – egal welcher Minderheit - nicht geduldet werden.

Lydia Dietrich: "Es darf nicht sein, dass ausgerechnet auf der Wiesn, Münchens großem Fest für alle Menschen, Angehörige von Minderheiten ausgegrenzt werden. Hier muss gelten: `Wehret den Anfängen!`. Wir wollen wissen, welche Konsequenzen die Stadt aus diesem Vorkommnissen ziehen will."


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