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P R E S S E M I T T E I L U N G
29. September 2005


Bürokratiemonster Büchergeld
Entlastet sich der Freistaat auf Kosten von Lehrern und Kommunen?

Was kommt auf die Stadt München mit dem Büchergeldes zu, das dieses Schuljahr an allen bayerischen Schulen eingeführt wurde? Das möchte Stadträtin Sabine Krieger per Dringlichkeitsantrag für den nächsten Schulausschuss klären.
Obwohl der Freistaat immer wieder betont hat, an der Bildung nicht zu sparen, kommen durch das Büchergeld wieder neue Belastungen auf Familien zu. Darüber hinaus entwickelt sich das Büchergeld auch zu einem bürokratischen Monster. Besonders kritisch ist dabei, dass die Lehrer das Büchergeld einsammeln müssen und die Stadt die säumigen Gelder per Mahnverfahren eintreiben muss.

Sabine Krieger: “Wir befürchten, dass sich der Freistaat auf dem Rücken der Lehrer und auf Kosten der Kommunen finanziell entlasten will. Deshalb möchten wir wissen, wie hoch der bürokratische Aufwand für die Stadt ist und welche Kosten entstehen. Bisher hat sich der Freistaat ja zu zwei Dritteln an den Lernmitteln beteiligt. Den Rest hat die Stadt München getragen. Interessant wird jetzt sein, inwieweit das Büchergeld die Kosten decken wird und was an der Stadt München hängen bleibt. Das gilt auch für die befreiten Schüler. Wer trägt hier den Ausfall der Einnahmen?
Noch ein weiteres Problem sollte nicht unterschätzt werden: Das Einsammeln durch die Lehrer kann auch zur Stigmatisierung von Schülern führen, die vom Büchergeld befreit sind. Deshalb halte ich es für unbedingt notwendig, dass das Geld nur von einem Vertrauenslehrer eingesammelt wird. Dies soll das Schulreferat zumindest für die städtischen Schulen umsetzen.“


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