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P R E S S E M I T T E I L U N G
16. September 2005
Transrapid-Ingenieur als Kronzeuge gegen die Strecke zum Münchner Flughafen
Die Gegner des Transrapid vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen können sich neuerdings auf einen kompetenten Kronzeugen berufen: Günter Steinmetz, Erbauer des Transrapid und Betriebsleiter der Versuchsanlage im Emsland, hat die Magnetschwebetechnik im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT (Nr. 38, 15.9. 2005) als „im Nahverkehr nicht ganz vernünftig“ bezeichnet.
Steinmetz hält darüber hinaus den industriepolitischen Wert des Münchner Transrapid als Demonstrationsanlage zur besseren Vermarktung für gering, da es in Shanghai jetzt eine funktionierende Strecke gebe. Der Bahn in Shanghai, so Steinmetz, füge der Münchner Transrapid nicht Wesentliches hinzu.
Boris Schwartz, stellvertretender Vorsitzender der Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste: „Mit diesen Äußerungen des Transrapid-Chefingenieurs ist eines der wesentlichen Argumente gegen die nur 37 Kilometer lange Münchner Strecke bestätigt: Der Transrapid ist nicht nahverkehrstauglich. Aus wirtschaftspolitischer Sicht ist offenbar auch der Plan, eine exportfördernde Demonstrationsstrecke zu schaffen, obsolet. Es spricht also alles dafür, auf weniger kostspielige Projekte zurückzugreifen und die Anbindung Münchens an seinen Flughafen durch eine Express-S-Bahn zu verbessern.“
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