P R E S S E M I T T E I L U N G
14. Juli 2005
Ausweitung der Sprachförderung: Konnexität muss greifen
Die Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste hat beantragt, dem Stadtrat über die Auswirkungen zu berichten, die die von der Staatsregierung beschlossene Ausweitung der Sprachförderung für Migranten in München haben wird. Die Grüne Schulpolitikerin Sabine Krieger fordert außerdem, im Rahmen des Konnexitätsprinzips beim Freistaat die anfallenden Mehrkosten geltend zu machen.
Nach Auffassung von Sabine Krieger ist die verstärkte Sprachförderung im Kindergarten zwar „ein Schritt in die richtige Richtung“, allerdings sei er mit einigen Mängeln behaftet und es seien noch etliche offene Fragen zu klären. Außerdem laufe die vor kurzem beschlossene Streichung des muttersprachlichen Ergänzungsunterricht dem Ziel der Stärkung der Sprachkompetenz zuwider. Gerade Kinder, die ihre Muttersprache gut beherrschen, hätten es viel leichter, eine zweite Sprache zu erlernen.
Sabine Krieger: „Eine eventuelle spätere Einschulung der Kinder mit Sprachdefiziten lehnen wir ab. Die entsprechende Förderung muss rechtzeitig, spätestens nach Eintritt in den Kindergarten erfolgen. Auch ist bisher noch unklar, wie ältere Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen auf den Schulbesuch vorbereitet werden sollen und welche pädagogischen Auswirkungen das verpflichtende Kindergartenjahr mit Sprachkurs auf die dann älteren (sechs- bis siebenjährigen) Kinder haben wird. Wenn der Freistaat eine Ausweitung der Sprachförderung haben will, muss er auch dafür gerade stehen und die Kosten übernehmen. Wir wollen genau wissen, wie viel Kinder wie viel zusätzliches Personal brauchen und welche zusätzlichen Kosten dafür in München entstehen. Man darf gespannt sein, ob der Freistaat den Sinn des Konnexitätsprinzips endlich einmal ernst nimmt.“
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