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P R E S S E M I T T E I L U N G
17. Dezember 2004
Sicherheitskonferenz ohne städtischen Empfang
Zur Streichung des städtischen Empfangs aus dem Rahmenprogramm der Sicherheitskonferenz erklärt der Vorsitzende der Stadtratsfraktion Die Grünen rosa liste, Siegfried Benker:
"Jahrelang hat es sich OB Ude trotz aller Proteste der Friedensbewegung und der Grünen nicht nehmen lassen, für die Teilnehmer der sog. Sicherheitskonferenz einen offiziellen städtischen Empfang zu veranstalten. Als auf der Sicherheitskonferenz so unschöne Dinge wie der Angriff auf den Irak diskutiert wurden und sich dort die Rüstungslobbyisten und Rumsfeld im Hinterzimmer trafen, hat sich Herr Teltschik diese kleine Imagepolitur gerne gefallen lassen. Doch jetzt, wo Kofi Annan mit dem guten Image der UNO kommt, hat der Mohr Ude seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.
Ich trauere diesem Empfang nicht nach. Der städtische Empfang hat bei allen kritischen Worten Udes am Gesamtzusammenhang der Konferenz nichts geändert. Ude hat sich immer als Feigenblatt hergegeben für eine Veranstaltung, die ohne Feigenblatt betrachtet die Diskussion der militärischen Absicherung einer fehlgeleiteten Globalisierung ist. Ich will eine gewisse klammheimliche Freude nicht verhehlen.
Dass der städtische Empfang nicht mehr gewünscht wird, zeigt auch, dass es den Veranstaltern entgegen aller Beteuerungen völlig egal ist, in welcher Stadt die Sicherheitskonferenz stattfindet.
Ude ist zwischen alle Stühle gefallen. Er wollte den Empfang um den Teilnehmern der Sicherheitskonferenz zu gefallen und er wollte Kritisches dort sagen um der Friedensbewegung zu gefallen. Das haben beide Seiten mit Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen. Teltschik hat die Konsequenzen daraus gezogen und Ude den Stuhl vor die Tür gestellt. Jetzt hat Ude die Chance, sich klar auf die Seite der Friedensbewegung zu stellen. Wünschenswert wäre ein Auftreten im Rahmen der Friedenskonferenz im Rathaus an dem Tag, an dem der Empfang der Sicherheitskonferenz gewesen wäre. Die Freude über den reuigen Sünder wird größer sein als über zehn Gerechte."
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