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P R E S S E M I T T E I L U N G
2. Dezember 2004


Verkehrspolitische Bankrotterklärung:
Freistaat und Landkreise schießen Stadt-Umland-Bahn ab


Wie der Stadtratsfraktion der Grünen zugetragen wurde, hat die jüngst tagende Gesellschafterversammlung des MVV gegen die Stimme der Stadt dem MVV die weitere Untersuchung der Stadt-Umland-Bahn untersagt. Damit geben die acht Landkreise und der Freistaat den bisher einzigen Lösungsvorschlag zur Verlagerung des tangentialen Stadt-Umland-Verkehr auf den ÖPNV auf.
Hierzu erklärt Jens Mühlhaus, verkehrspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste: "Die Landkreise und der Freistaat stehlen sich mit dieser Entscheidung aus der Verantwortung für den Stadt-Umland-Verkehr. Die Landkreise wollen anscheinend von den Vorteilen der Großstadt-Nähe profitieren, die Folgen aber nicht tragen.
Es drängt sich die Frage auf, wie man Zukunft gestalten will, wenn selbst eine weitere Untersuchung von Möglichkeiten untersagt wird. Eine Stadt-Umland-Bahn wäre ein dringend notwendiges Angebot, um den Tangentialverkehr Münchens vom Auto auf den ÖPNV zu verlagern und so den teilweise schwer erträglichen Verkehrsdruck abzufedern. Im Vergleich zur S-Bahn wäre die Stadt-Umland-Bahn wesentlich kostengünstiger, während man vom Busverkehr keine Verbesserung erwarten kann.
Die Stadt wird jetzt überprüfen müssen, wie sie die notwendigen Stadt-Umland-Verbindungen umweltfreundlich abwickeln kann. Auf alle Fälle ist diese Nachricht ein krasses Beispiel für die Rückständigkeit der verkehrspolitischen Positionen der Landkreise und des Freistaates."


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