P R E S S E M I T T E I L U N G
22. Juli 2004
SENSATION!
Grüne Stadtratsfraktion hat das Dossier von Hohlmeier
Wie hat schon Marx gesagt: In der Weltgeschichte geschieht alles zweimal, beim ersten Mal als Tragödie, beim zweiten Mal als Farce. Was in Zeiten der Stasi noch Tragödie war, wiederholte sich nun anscheinend als Farce in den Geschäftsräumen der CSU.
Jetzt ist es der Grünen Stadtratsfraktion gelungen, an die Akte zu kommen. (Ein Staatsbeamter dachte: Grüne Akten gehören zu den Grünen). Nach sorgfältiger Abwägung der möglichen Konsequenzen veröffentlicht der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Siegfried Benker, das Wichtigste in Auszügen:
1. Im Kreisverband Ost der Münchner CSU gibt es noch vier Mitglieder, die ohne dafür bezahlt worden zu sein eingetreten sind. Diese fordern jetzt eine Rückerstattung ihrer geleisteten Beiträge und stellen Nachforderungen in Höhe von 2.000 Euro für entgangene Eintrittsvergütung.
2. Haedke und Hohlmeier behaupten wechselseitig, den jeweils anderen bereits vor Jahren gekauft zu haben. Jeder behauptet, der andere müsse so abstimmen wie er wolle. Beide können einen gültigen Kaufvertrag vorweisen. Haedke allerdings kann nachweisen, noch von 19 anderen Personen gekauft worden zu sein.
3. Stoiber hat Innenminister Beckstein beauftragt zu prüfen, ob man den Kreisverband München der CSU geschlossen in Abschiebehaft nehmen und anschließend in eine beliebige Bananenrepublik in Südamerika abschieben kann.
4. Das Vorhaben ist am energischen Widerstand der Organisation Bananen produzierender Staaten gescheitert.
5. Hohlmeier hat deswegen so energisch gegen die Verpfändung der Familiengruft der Familie Strauss gekämpft, damit niemand bemerkt, dass aus dem Sarg von Franz-Joseph Strauss jedes Mal um Mitternacht der dreimalige Ausruf "Stümper" zu vernehmen ist. Dies wurde von 3 Zeugen notariell in München und beim Vatikan bezeugt.
6. Nein, Hans Podiuks Dauerlächeln seit Beginn der Affäre kann nicht abgeschraubt werden. Er hat heimlich aber eine Namensumbenennung von Podiuk in Phoenix beantragt.
7. Die Bestechungssummen für CSU-Funktionsträger seitens der Wirtschaft nehmen bedenklich ab, seitdem unklar wird, ob es sich um echte oder nur gekaufte Mitglieder handelt. Rüstungsfirmen wollen die Zahlungen einstellen um zu vermeiden, dass Waffengeschenke in den parteiinternen Auseinandersetzungen Verwendung finden.
8. Mit knapper Mehrheit konnte in einer geheimen Mitgliederversammlung die Umbenennung in Csumpf verhindert werden.
9. Die CSU-Satzung sollte um folgenden Passus erweitert werden: "Wer Mitglieder kauft oder gekaufte Mitglieder weiterverkauft bzw. vermietet, oder geleaste Mitglieder vor Ablauf der ersten Leasingrate an andere Kreisverbände abgibt, kann von diesen nur gewählt werden, wenn die Restlaufzeit der Leasingverträge die Zeit der Wahlperiode nicht übersteigt.
Siegfried Benker, Fraktionsvorsitzender: "Aus dem Dossier werden viele Aspekte der CSU-Politik in Bayern aus einem bisher nicht gesehenen Blickwindel deutlich: So soll es mehr Videoüberwachung geben, damit überwacht werden kann, ob sich die gekauften Mitglieder auch in die richtige Versammlung begeben, die Ladenschlusszeiten sollen verlängert werden, damit Mitgliederkauf auch nach 20.00 Uhr möglich wird und Max Strauss wurde der Öffentlichkeit geopfert, damit alle nach Augsburg und nicht nach München schauen. Aufruf an die Welt: Rettet uns."
Nur unernste Rückfragen an: Siegfried Benker, Tel. 233 92 620
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