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P R E S S E M I T T E I L U N G
13. Juli 2004
Modellprojekt Autonome Schule von Schulreferat abgelehnt
Grüne fordern Kommission
Der städtische Schulausschuss wird sich am morgigen Mittwoch u.a. mit dem Modellprojekt "Autonome Schule" und mit dem Vorschlag für mehr Präsenzstunden der Lehrer an städtischen Schulen beschäftigen - zwei Anträgen der Grünen, denen in der Beschlussvorlage der Stadtschulrätin inhaltlich nicht entsprochen wird.
Grünen-Stadträtin Sabine Krieger zeigte sich enttäuscht über die "wenig innovationsfreudige Haltung der Stadtschulrätin" und kündigte einen Änderungsantrag an, der ihre ursprünglichen Intentionen wieder aufgreift.
Sabine Krieger: "Das Schulreferat lehnt das Modellprojekt "Autonome Schule ab, weil es die weiteren Reformen zur Selbstständigkeit der Schulen nur referatsintern entwickeln möchte. Das ist nicht akzeptabel - wir fordern zumindest die Einrichtung einer Kommission zur Weiterentwicklung der Selbstständigkeit Münchner Schulen, in der neben Politik und Verwaltung auch die LehrerInnen aus der Praxis beteiligt sind. Nur so können die spezifischen Probleme vor Ort berücksichtigt werden und in die Fortführung des Selbstständigkeitsprozesses einfließen. Da die Unterrichtsorganisation und -gestaltung gerade durch die pädagogische Schulentwicklung in München schon sehr differenziert und eigenverantwortlich funktioniert, sollen im Vordergrund der Weiterentwicklung vor allem die Bereiche Personalmanagement, Sachmittelbewirtschaftung und neue Beteiligungs- und Mitwirkungsformen stehen."
Auch die von der Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen/ Rosa Liste geforderte Erarbeitung eines Konzeptes zu mehr Präsenz der LehrerInnen an den Schulen wird vom Schulreferat abgelehnt. "Uns geht es vor allem darum, dass LehrerInnen an den Schulen genügend unterrichtsfreie Zeit in der Schule haben, zusammenzuarbeiten, sich zu vernetzen und für die SchülerInnen ansprechbar zu sein", so Sabine Krieger. "Deshalb fordern wir, zumindest in einem Modellversuch für Klassenlehrerteams einen Block von 2-3 unterrichtsfreien Stunden einzurichten, um den LehrerInnen die Möglichkeit zum Austausch zu geben. Denn sicher sind viele LehrerInnen sehr engagiert und auch in der unterrichtsfreien Zeit häufig in der Schule präsent - aber "Standard", wie das Schulreferat ausführt, ist das nicht ."
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