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P R E S S E M I T T E I L U N G
25.06.04
Grüne schlagen Alarm:
Waffenbörse in München verbieten!
Vom 30. 10. - 1. 11. 2004 soll im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz eine Waffenbörse stattfinden. Auf Waffenbörsen werden neben Waffen, die nur mit Waffenberechtigungsschein zu erwerben sind, unter anderem Gas- und Schreckschusswaffen, Schlagstöcke, verschiedene Kampfmesser verkauft. Verkauft werden dort oft auch neben Waffen NS-Devotionalien mit notdürftig abgeklebten Hakenkreuzen eine Fundgrube für Neo-Nazis.
Die Stadtratsfraktion Die Grünen - rosa liste fordert jetzt die Möglichkeit eines Verbots zu überprüfen. Fraktionschef Siegfried Benker verweist darauf, dass in anderen Städten Deutschlands (etwa in Potsdam, Dortmund Frankfurt, Mannheim, Leipzig, Erfurt) Waffenbörsen verboten wurden und fordert das Kreisverwaltungsreferat auf, mit diesen Städten Kontakt aufzunehmen. Falls ein Verbot nicht durchsetzbar sei, fordert Benker strenge Auflagen für die Waffenbörse.
Siegfried Benker: "Gas- und Schreckschusswaffen werden bei gut 50% aller bewaffneten Straftaten in Deutschland verwendet und können bei Anwendung aus nächster Nähe schlimmste, zum Teil tödliche Verletzungen verursachen. Waffenbörsen sind zudem ein Magnet für Rechtsradikale und Neo-Nazis, die dort ihre obszönen Bedürfnisse nach Nazi-Souvenirs befriedigen können. Vom SA-Dolch bis zu Wehrmachtsabzeichen ist dort alles zu haben ein solcher Souvenirmarkt muss gerade in München unerwünscht sein, wo Neo-Nazis erst kürzlich wieder mit ihren Anschlagsplänen gegen die Grundsteinlegung am Jakobsplatz ihre finstere Gesinnung unter Beweis gestellt haben.
Nach den schrecklichen Ereignissen von Erfurt gab es in der Gesellschaft einen breiten Konsens, den Umgang mit Waffen stärker zu reglementieren und den Zugang zu ihnen möglichst zu beschränken. Waffenbörsen laufen diesem Ziel zuwider. Die Stadt sollte daher alle Möglichkeiten ausschöpfen, diese Veranstaltung zu verhindern."
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