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P R E S S E M I T T E I L U N G
17.03.2004
Kein Mobilfunk in der Allianz-Arena ?
Mobilfunkbetreiber boykottieren Münchner Vorsorgemodell
Im Streit um das Aufstellen eines Mobilfunksendemastens auf dem städtischen Parkhaus in Fröttmaning zur Versorgung der neuen Allianz-Arena weigern sich die Mobilfunkbetreiber die Vorgaben des vom Stadtrat beschlossenen Münchner Vorsorgemodell zu erfüllen. Das Stadion selbst wurde als Standort eines Sendemastes vom Architekten aus ästhetischen Gründen abgelehnt.
Wir fühlen uns von den Mobilfunkbetreibern schwer getäuscht, denn sie haben letztes Jahr nach zähen Verhandlungen zugesagt, die Bedingungen des Vorsorgemodells zu erfüllen, um Sendemasten auch auf städtischen Gebäuden aufstellen zu können“, empört sich die Vorsitzende der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen - rosa liste, Sabine Krieger.
Mit dem „Münchner Vorsorgemodell" hat der Stadtrat 2003 das Verbot von Handymasten auf städtischen Gebäuden aufgehoben und den Mobilfunkbetreibern so erst die Chance eröffnet, städtische Gebäude zu nutzen. Bedingung für einen entsprechenden Vertragsabschluss ist allerdings die Vorlage einer 3-D Immissionsprognose, die sichern soll, dass die Antenne auf dem städtischen Gebäude für die umliegende Bebauung eine geringere Strahlung emittiert als auf einem anderen Gebäude im Umkreis. Bisher wurde aber noch kein einziger Vertrag mit der Stadt geschlossen.
Sabine Krieger: „Die Mobilfunkbetreiber weigern sich - vermutlich aus Angst vor einer „Lex München“, die die Betreiber deutschlandweit in Bedrängnis bringen könnte - die 3-D-Prognose als Vertragsbestandteil zu akzeptieren. Dabei hat E-Plus in Bad Tölz bereits einen ähnlichen Vertrag unterzeichnet, wie ihn das Münchner Modell vorsieht. Wir werden uns daher nicht unter Druck setzen lassen. Mobilfunksendemasten auf städtischen Gebäuden ja - aber nur zu den Bedingungen des vom Stadtrat fast einstimmig beschlossenen Vorsorgemodells!“
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