P R E S S E M I T T E I L U N G
6. Juni 2003
Grüne fordern 1. Preis zur Isar-Renaturierung weiter zu überarbeiten
Für „undemokratisch“ hält die Vorsitzende der Grünen Stadtratsfraktion, Sabine Krieger, die Entscheidung der SPD Fraktion, im Isarplan zwischen Braunauer Brücke und Deutschem Museum den 2. Preis zu realisieren. Das Preisgericht hatte bekanntlich empfohlen, die Architekten der mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeit mit den weiteren Planungen zu beauftragen. Dieser Beschluss erging einstimmig - also auch mit den Stimmen der Jurymitglieder, die gegen den Entwurf gestimmt hatten. Wenn jetzt der 2. Preis verwirklicht werden solle, so Sabine Krieger, stelle sich grundsätzlich die Frage nach dem Wert von teuren Preisgerichtsentscheidungen.
Sabine Krieger: „Der 1. Preis entspricht sicher nicht der Vorstellung eines natürlich mäandernden Wildflusses. Doch dies ist in der besonderen innerstädtischen Lage auch nicht unbedingt wünschenswert. Der Wettbewerb hatte die Aufgabe, nach Lösungen für die Renaturierung zu suchen, die sich in das Umfeld einfügen - und das ist innerstädtisch und nicht ländlich. Der prämierte Entwurf zeichnet sich durch seinen gelungenen Übergang vom Landschaftsraum zum Stadtraum aus. Die Trennung des Flusses in große Isar und Nebenarm schafft vielfältige Erholungs- und Bademöglichkeiten - besonders für Familien in der Innenstadt.
Natürlich muss der Entwurf noch überarbeitet werden. Vor allem die „Betoninseln“, an denen sich die Geister scheiden, sollten zumindest zum Teil aus natürlichen Materialien wie Steinen oder Holz gefertigt werden. Der Baumbestand am Ufer des jetzigen Kanals muss in die Umgestaltung integriert werden. Wichtig ist auch die Erhaltung der Bolz- und Fußballplätze auf den Hochwasserwiesen mit ihrem unvergleichlichen Freizeitwert.“
|