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P R E S S E M I T T E I L U N G
27. Mai 2003


Grüne wollen gegen FRM II klagen


Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste wird in der Vollversammlung am kommenden Mittwoch, den 28. Mai, beantragen, gegen die dritte Teilerrichtungsgenehmigung für den Forschungsreaktor München II in Garching Klage zu erheben.
Die dritte Teilerrichtungsgenehmigung war nach jahrelangem Tauziehen um Sicherheitsbestimmungen und den Betrieb mit hochangereicherten Uran erteilt worden.
Nach Auffassung von Grünen-Fraktionschef Siegfried Benker bestehen trotz der Nachforderungen des Bundesumweltministeriums erhebliche Sicherheitsbedenken fort. Zwar sei der Gebrauch von hoch angereichertem Uran (HEU) bis 2010 befristet worden, doch während dieser Zeit würde vor den Toten eines hoch verdichteten Siedlungsraumes mit atomwaffenfähigen Stoffen hantiert. Dies sei ein inakzeptables Risiko für die Stadt und unterlaufe zudem die internationalen Bemühungen, den Markt für HEU auszutrocknen.
Siegfried Benker: "Neben dem Problem des hoch angereicherten Urans existiert auch ein Risiko im Falle eine gezielten Terroranschlags mit einem Flugzeug. Ob der Reaktor eine solch wuchtigen Aufprall aushalten würde, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Risiken ergeben sich auch durch die neuartige Konstruktionsweise des Reaktors, dessen Kompaktkern noch nie erprobt wurde. Das Fehlen von im Probebetrieb gewonnenen Erkenntnissen ist eine Sicherheitslücke. Und schließlich werden die (genehmigten) radioaktiven Einleitungen aus dem FRM II in die Isar die Grenzwerte für Radioaktivität aller Voraussicht nach überschreiten, denn die EU-weit gültige Obergrenze ist mit den Einleitungen aus den Münchner Krankenhäusern bereits annähernd erreicht. Wir halten daher an Klage gegen den FRM II fest."

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