|
P R E S S E M I T T E I L U N G
15. November 2002
Grüne mit Abgabe eines städtischen Gymnasiums grundsätzlich einverstanden
"Knackpunkte müssen geklärt werden"
Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen - rosa liste fordert einen genauen Bericht über die Pläne des Schulreferats zur Abgabe eines städtischen Gymnasiums an die evangelische Friedrich-Oberlin-Stiftung.
"Grundsätzlich", so heißt es in dem Antrag der beiden Grünen-Stadträtinnen Jutta Koller und Sabine Krieger, sei "gegen die Übernahme eines städtischen Gymnasiums in Zeiten äußerster finanzieller Not nichts einzuwenden, vor allem, wenn dadurch das Ganztagesangebot in München ausgeweitet wird." Es müsse aber sicher gestellt werden, dass die Öffentlichkeit und vor allem die betroffenen Eltern und Schüler rasch und umfassend informiert werden."
Koller und Krieger wollen u.a. wissen, welche Gymnasien in Frage kommen, welche Einspareffekte eintreten würden und welche Alternativen Schülern und Schülerinnen angeboten werden, die nicht an ein evangelisches Gymnasium wechseln wollen. Als "Knackpunkte" bezeichneten die beiden Stadträtinnen die Fragen, welche schulischen Möglichkeiten Fünftklässlern offen stünden, die an dem abzugebenden Gymnasium das Klassenziel nicht erreichten, und - falls die Wahl auf das Berthold-Brecht-Gymnasium falle - wie dessen spezielle Angebote (Mädchengymnasium, sozialwissenschaftlicher Zweig) durch andere Gymnasien ersetzt werden könnten.
Jutta Koller: "Die schlechten Erfahrungen, die im letzten Jahr mit dem verspäteten Informationsfluss bei der Anmeldung an den Berufs- und Fachoberschulen gemacht wurden, sollten sich nicht wiederholen. Schon jetzt machen sich viele Eltern von Viertklässlern Gedanken, welche Schule ihre Kinder im nächsten Jahr besuchen sollen und wie das Angebot in der Stadt im nächsten Schuljahr aussieht. Von daher ist es dringend erforderlich, sämtliche Betroffene so schnell wie möglich zu informieren."
|
|