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P R E S S E M I T T E I L U N G
08.Juli 2002
Gefahr der Ausweitung der Sendeanlagen durch Mobilfunk-Mikrozellenprojekt
Rathaus Grüne fordern Berichte über mögliche Steigerung der Strahlenbelastung
Die Fraktionsvorsitzende der Münchner Grünen Sabine Krieger sieht durch die Errichtung eines Mikrozellennetzes im Bereich der Innenstadt die Gefahr, dass die Zahl der Sendeanlagen weiter zunehmen und damit die Strahlenbelastung für die Münchner Bürgerinnen und Bürger weiter steigen wird. "Es ist nicht Aufgabe der Stadt, Lösungen für die Versorgungsengpässe der Mobilfunkbetreiber zu suchen , die ihnen durch den UMTS Standard entstehen"" so Krieger. "Außerdem sehen wir nicht, warum ein Mikrozellennetz bei gleicher Gesprächsleistung von allen Mobilfunkbetreibern gemeinsam genutzt werden kann, die bisherigen Sendeanlagen aber schon so überlastet sind, dass eine gemeinsame Nutzung unmöglich ist."
In einem Änderungsantrag für den Umweltschutzausschuss am 9.7. fordern die Grünen das Referat für Gesundheit und Umwelt deshalb auf, dem Stadtrat vor Beginn des Versuchsprojektes zu berichten, warum gerade Mikrozellen die gemeinsame Nutzung durch mehrere Betreiber zulassen und warum der Aufbau eines leistungsfähigen Netzes von Mikrozellen weniger Immissionsbelastung erzeugt, als herkömmliche Antennen bei gleicher Gesprächsleistung.
Außerdem wollen die Grünen die Mobilfunkbetreiber nach der Pilotphase verpflichten, eine Mikrozellennetz innerhalb des Mittleren Rings nur zu betreiben, wenn die bestehenden Antennen auf den Dächern abgebaut werden und nicht durch neue UMTS Sendeanlagen ersetzt werden. "Eins wollen wir nämlich nicht", so Sabine Krieger, "dass wir den Weg freimachen für immer mehr Sendeanlagen in der Stadt".
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