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P R E S S E M I T T E I L U N G
22. Februar 2002


Grüne hinterfragen UMTS-Mobilfunktechnik

München ist eine der ersten deutschen Städte, in denen die UMTS-Mobilfunktechnik erprobt wird. Drei Mobilfunkfirmen haben in München bereits Testgebiete in Betrieb genommen. Schätzungen ergeben, dass für die neue UMTS-Technik in den kommenden Jahren mindestens 600 neue Sendemasten benötigt werden.

Dabei ist immer noch vollkommen unklar, welche Anwendungsmöglichkeiten denn diese neue Technik bieten soll. Es sieht immer noch danach aus, als liege die Anwendung von UMTS in reinen Spielereien - Fotos per Handy verschicken, Informationen aus dem Internet abrufen oder größere Datenmengen wie Videos oder Musikdateien mobil verschicken. UMTS könnte für die Mobilfunkfirmen zum finanziellen GAU werden. Dennoch wird in großem Maßstab die Infrastruktur für diese Technik ausgebaut - obwohl die gesundheitlichen Risiken dieser Technik vollkommen ungeklärt sind.

Die Grünen fordern deshalb, im städtischen Bereich auf die UMTS-Technik zu verzichten und das Thema noch einmal ausführlich im Umweltschutzausschuss zu diskutieren. Dabei soll auf drei Punkte eingegangen werden:

1. Welche sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten verbergen sich angeblich hinter dieser Technologie ?

2. Welche Konsequenzen hat der Ausbau der UMTS-Infrastruktur für die Münchner insbesondere was die Zahl der Standorte und die Belastung durch elektromagnetische Strahlung betrifft ?

3. Welche bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Handlungsspielräume hat die Stadt auch vor dem Hintergrund jüngerer Gerichtsentscheidungen, um die Standortwahl von Sendemasten zu beeinflussen ?

Fraktionsvorsitzender Siegfried Benker: "Die Münchner werden zum Versuchskarnickel für eine Technologie, die noch nicht einmal eine wirklich sinnvolle Anwendungsmöglichkeit bietet. Wie das Referat für Gesundheit und Umwelt bestätigt hat, gibt es noch keine wissenschaftlichen medizinischen Studien, die die gesundheitlichen Auswirkungen der UMTS-Technik auf den Menschen untersucht haben. Besonders ärgerlich ist, dass jede der sechs Mobilfunkfirmen, die eine Lizenz ersteigert haben, ihre eigene Infrastruktur aufbauen wird - das ist volkswirtschaftlich so sinnvoll als würde man sechs Autobahnen nebeneinander bauen und führt natürlich zu der sechsfachen Belastung mit Mobilfunksendeanlagen inklusive der entsprechenden Strahlung."

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