Home | Stadträte | Presse | Anträge | Partei | Links | Kontakt






ddd

P R E S S E M I T T E I L U N G
10. Oktober 2001

Grüne wollen Versorgung psychisch Kranker verbessern

Lücken und Missstände in der psychiatrischen Versorgung sind der Gegenstand eines Antragspaketes der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen - rosa Liste. Mit fünf Anträgen und einer Anfrage ergreift Stadträtin Judith Schmalzl die Initiative, um die Situation psychisch Kranker zu verbessern.

Den größten akuten Bedarf sieht Schmalzl in der mobilen Krisenversorgung: Häufig werden bei Notfällen und in Krisensituationen im Zusammenhang mit psychisch Kranken Polizei und Sozialarbeiter alarmiert, die jedoch ohne die Hilfe von psychiatrischem Fachpersonal mit der Situation meist überfordert sind. Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Nervenärzten funktioniert in der Regel schlecht. Ein Krisenzentrum wie das Atriumhaus in Kombination mit einem mobilen Krisendienst existiert bislang nur für den Sektor Süd. Dieses Konzept sollte auf das gesamte Münchner Stadtgebiet ausgedehnt werden. Judith Schmalzl: "Die frühzeitige Einbeziehung von psychiatrischem Fachpersonal kann zur Deeskalation der Situation beitragen und macht häufig eine stationäre Unterbringung der psychisch Kranken überflüssig. Immer wieder kommt es zu gravierenden Engpässen in der Krisenversorgung - integrierte Krisenzentren in Verbindung mit einer Krisenambulanz und einem aufsuchenden Krisendienst können hier Abhilfe schaffen."

Gegenstand weiterer Anträge sind:

* die Integration psychisch Kranker durch die Förderung der beruflichen Eingliederung;

* die Erarbeitung eines Konzepts für betreute Wohnformen, in denen psychisch Kranke nach einem Klinikaufenthalt vorübergehend untergebracht werden können;

* die Einbeziehung der städtischen Krankenhäuser in das Psychiatriekonzept des Bezirks Oberbayerns, das momentan entwickelt wird. Hier gilt es, die im Zusammenhang mit der geplanten Dezentralisierung der stationären psychiatrischen Versorgung des Bezirkskrankenhauses Haar frei werdenden Kapazitäten in die städtischen Krankenhäuser zu integrieren;

* die wachsende Zahl älterer psychisch Kranker. Judith Schmalzl: "In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass immer mehr ältere Menschen psychisch erkranken. Die personelle Ausstattung in der Gerontopsychiatrie muss daher bedarfsgerecht weiterentwickelt werden."

Pressearchiv

Antragsarchiv

Ausschüsse