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P R E S S E M I T T E I L U N G
31. Mai 2001

E.ON gibt auf

Grünes Licht auch für die Münchner Stadtwerke

Die Meldung, daß der bayrische Energieriese E.ON seine Stromlieferverträge mit dem tschechischen Energieversorgungsunternehmen CEZ löst, stößt bei den Grünen auf große Erleichterung. CEZ ist Betreiber des Risikomeilers Temelin, der im Herbst letzten Jahres den Probebetrieb aufgenommen und seither durch zahlreiche Störfälle Schlagzeilen gemacht hat. Die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks hat auch in Bayern Wellen von Bürgerprotesten ausgelöst.

Lydia Dietrich, Vorsitzende der Münchner Grünen und Stadtrat Siegfried Benker:

"Endlich ist es auch bis in die Vorstandsetagen von E.ON gedrungen, daß der Import von Billigstrom aus dem tschechischen Risikomeiler Temelin nicht verantwortbar ist. Der Hintergrund ist wohl die Angst bei E.ON, ihre Stromabnehmer – unter anderem auch die Stadtwerke München – könnten ihre Verträge mit E.ON aufkündigen. Die Ankündigung von E.ON ist ein großer Erfolg für die Anti-Atomkraftbewegung und ein Sieg für alle BürgerInnen, die sich an den Protesten gegen Temelin beteiligt haben. Wir hoffen, daß CEZ Temelin endlich abschaltet, nachdem der Hauptabnehmer des tschechischen Billig-Atomstroms abgesprungen ist. Die Münchner Grünen werden weiterhin darauf achten, dass Temelin-Strom nicht über die Hintertür - etwa über Zwischenhändler von E.ON - ins Münchner Netz gelangt. Nach wie vor sind wir der Ansicht, dass die Stadtwerke ihre Bezugsverträge mit E.ON aufkündigen und stattdessen umweltfreundlichen Wasserkraftstrom aus Österreich beziehen sollten."

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