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P R E S S E M I T T E I L U N G

9. März 2001

Klärschlammverbrennung - "Hau weg den Scheiß"?

Salmonellen, Hepatits-Viren, Wurmeier, Typhus-, Cholera und Milzbrand-Erreger, zahlreiche Chemikalien und Arzneimittelrückstände - all das und vieles mehr findet sich im Klärschlamm, Dass die Ausbringung dieser Giftbrühe aus den Kläranlagen auf landwirtschaftliche Flächen erhebliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken birgt, ist eine Einsicht, die sich selbst im Bayerischen Kabinett durchzusetzen beginnt, wo Agrarminister Miller den Klärschlamm auf Dauer von den Feldern fernhalten will. (SZ vom 7.3.01).

In München verzichtet man schon seit längerem auf die Düngung mit Klärschlamm. Hier wird der Klärschlamm verbrannt. Grünen-Stadtätin Judith Schmalzl will nun in einer Anfrage wissen, was mit den Rückständen aus der Verbrennung passiert und ob die Münchner Verbrennungsanlagen eventuell auch Klärschlamm aus den Umlandgemeinden mitentsorgen könnten.

Judith Schmalzl: "BSE hat gezeigt, welche Folgen es hat, wenn die Industriegesellschaft ihren Müll einfach bei der Landwirtschaft ablädt. Wir müssen hier dringend zu anderen Lösungen kommen - auch wenn sie nicht zum Nulltarif zu haben sind. Nach dem Prinzip "Hau weg den Scheiß" lässt sich jedenfalls keine verantwortungsvolle Verbraucherschutzpolitik machen.
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