P R E S S E M I T T E I L U N G
6. Februar 2001
Keine Massentötung im Münchner Schlachthof
Mit einem Dringlichkeitsantrag für den Kommunalausschuss am 15. Februar will die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen - rosa Liste verhindern, dass im Münchner Schlachthof Rinder zur "Marktbereinigung" getötet und dann vernichtet werden. Laut Antrag soll Kommunalreferentin Gabi Friderich den Pächter des Schlachthofs (die Firma Attenberger) auffordern, sich nicht an der Massentötung zu beteiligen. Ferner soll die Stadt über den Deutschen und den Bayerischen Städtetag an andere Kommunen herantreten, um sie davon zu überzeugen, in ihrem Verantwortungsbereich genauso zu verfahren.
Stadträtin .Judith Schmalzl: "400.000 Rinder zu töten, um sie danach zu verbrennen ist ethisch nicht verantwortbar. Das Tierschutzgesetz schreibt eindeutig vor, dass Tiere nur aus einem vernünftigen Grund getötet werden dürfen. Die bloße Marktbereinigung zur Wiederherstellung höherer Preise kann nicht als vernünftiger Grund gewertet werden, denn sie dient nur dazu, ein im Ganzen unvernünftiges und inhumanes System der Viehzucht am Leben zu erhalten. Wir plädieren dafür, das Fleisch der Tiere nach einem BSE-Test in Kühlhäusern einzulagern und sie mit gewissem zeitlichen Abstand auf den Markt zu bringen. Im übrigen ist die gegenwärtige Krise die Chance, endlich zu einem ökologischeren Verhältnis von Viehbestand und Fläche zu kommen - und damit zu einer tiergerechten Viehhaltung und zu gesünderem Fleisch!"
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