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19.02.2008
Unterstützung von Vereinen mit Angeboten in muttersprachlichem Unterricht
ANTRAG
Schulreferat und Sozialreferat (Selbsthilfeförderung) werden gebeten, ein Konzept zu erarbeiten und umzusetzen, wie Vereine und Initiativen, die einen schulbegleitenden muttersprachlichen Unterricht anbieten (wollen), besser unterstützt werden können etwa durch Beratung, Bereitstellung von Räumen und finanzielle Zuschüsse.
Begründung:
Muttersprache ist Menschenrecht und Mehrsprachigkeit ein Potential in der globalisierten Welt. Wissenschaftliche Studien haben schon seit langem gezeigt, dass gute Kenntnisse in der Erstsprache eine wichtige Voraussetzung für das Beherrschen einer Zweitsprache sind.
Die Abschaffung des muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts an Grund- und Hauptschulen durch die CSU-Staatsregierung ist ein Skandal. Trotz einer beeindruckenden Unterschriftenaktion des Ausländerbeirats hält die CSU an dieser Fehlentscheidung fest.
Viele Migrantenvereine haben die Sache nun selbst in die Hand genommen und versuchen, außerschulische Kurse in der Herkunftssprache anzubieten. Oft scheitern diese Bemühungen am fehlenden Räumen und mangelnden Finanzmitteln. Deshalb sollte die Stadt die Initiativen beratend, durch die kostenlose Bereitstellung von Räumlichkeiten und finanzielle Förderung unterstützen.
Eine mögliche Zusammenarbeit von Migrantenvereinen mit Schulen, die etwa Räume für muttersprachlichen Unterricht zur Verfügung stellen könnten, könnten auch konzeptionell zu einer Öffnung der Schulen in Richtung der Migrantengemeinden und einer verbesserte Elternarbeit beitragen.
Fraktion
Die Grünen rosa liste
Initiative:
Sabine Krieger, Jutta Koller
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