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11.12.2007
Velo-city 2007- Wie weiter mit dem Radverkehr in München I
Marketingkampagne für den Radverkehr
Antrag
Der Stadtrat möge beschließen
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für eine Marketingkampagne zur Förde-rung des Radverkehrs auszuarbeiten und dem Stadtrat vorzulegen.
Dabei ist darauf zu achten, dass sie mit den bestehenden Aktivitäten zum Marketing nachhaltiger Mobilität im Rahmen des Mobilitätsmanagement eng verzahnt wird, um Synergieeffekte zu nutzen. Neben den im Mobilitätsmanagement eingesetzten ratio-nalen Argumenten soll die positive emotionale Komponente des Fahrradfahrens her-ausgearbeitet und eingesetzt werden.
Die Kampagne soll auch dazu dienen, die gegenseitige Rücksichtnahme aller Ver-kehrsteilnehmer/-innen und somit die Verkehrssicherheit im Radverkehr weiter zu verbessern. Wie das Mobilitätsmanagement auch soll das Marketing speziell zur Förderung des Radverkehrs zeitlich unbefristet als gleichberechtigt zur Infrastruktur-politik und zur Verkehrstechnik angesiedeltes Instrument der Verkehrspolitik einge-setzt werden.
Begründung
Die Velo-city-Konferenz 2007 war ein voller Erfolg. So viele Teilnehmer aus aller Welt wie noch nie auf einer Velo-city-Konferenz setzten sich intensiv mit dem Radverkehr auseinander. München konnte etliche Projekte vorweisen, die für andere Städte Vor-bild sein können. Die Organisation der Konferenz und die Gastfreundlichkeit Mün-chens sind viel gelobt.
Aber auch für München brachte die Konferenz wichtige Impulse. Schon jetzt gilt als Ziel der LH München, den Radverkehrsanteil auf 15 % zu erhöhen. Angesichts stei-gender Treibstoffpreise und der Potenziale in München für Nahmobilität sind auch 20% realistisch. Um eine Steigerung des Radverkehrsanteils wirklich zu erreichen, müssen allerdings unverzüglich massive Anstrengungen in der Radverkehrsförde-rung unternommen werden.
Die Verbesserung des Marketings wurde auf der Velo-City-Konferenz einhellig als Maßnahmenbereich mit dem größten Potenzial zur Förderung des Radverkehrs be-zeichnet. Zudem hat das Marketing im Vergleich zu Bau und Betrieb von Infrastruktur und technik ein günstigeres Nutzen-Kosten-Verhältnis.
Die bisherigen Bemühungen im Rahmen des Mobilitätsmanagements reichen nicht aus, weil der Radverkehr im Vergleich zum Autoverkehr oder auch zum Öffentlichen Verkehr keine kommerziellen Anbieter kennt, die eigenes Know-how und eigene Ressourcen für fahrradspezifisches Marketing einbringen könnten. Zudem wurden die Potenziale zur Motivation zum Fahrradfahren durch das Ausschöpfen der emoti-onalen Aspekte des Fahrradfahrens im Vergleich zur Automobilindustrie bisher ver-nachlässigt.
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