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100 Jahre Internationaler Frauentag



15.11.2007


ANTRAG


Optimierung der Zuweisungspraxis an Soziale Betriebe

Der Stadtrat möge beschließen:

1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt in Absprache mit der MAGAFI (Münchner Arbeitsgemeinschaft der Arbeitsförderungsinitiativen), eine Optimierung der derzeitigen Zuweisungspraxis von Arbeitslosen zu erreichen. In diese Gespräche sind das Referat für Arbeit und Wirtschaft, das Sozialreferat, die Arbeitsgemeinschaft für Beschäftigung-Arge mit einzubinden. Ziel ist es, eine passgenauere Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in die Sozialen Betriebe Münchens zu erreichen.

2. Gleichzeitig soll erreicht werden, dass in den Sozialen Betrieben eine Mischung der dort Beschäftigten (keine Beschränkung auf Personen mit gravierenden Mehrfachproblemen) stattfindet, die auch ein marktnahes und damit qualifizierungsrelevantes Wirtschaften ermöglicht.


Begründung:

Die Sozialen Betriebe in München (AFI und MBQ-Projekte etc.) müssen seit der Umstellung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) auf Beschäftigung gegen Mehraufwandsentschädigung (MAW) damit zurechtkommen, dass ihnen viele Personen mit einer Reihe von Handicaps vermittelt werden, diese aber gleichzeitig deutlich kürzer in den Betrieben bleiben können. Hinzu kommt, dass durch die dezentralisierte ARGE/Sozialbürgerhausstruktur eine möglichst passgenaue Vermittlung immer schwerer wird auch für die ArbeitsvermittlerInnen. Die Problematik für die ArbeitsvermittlerInnen ergibt sich daraus, dass diese nicht alle persönlichen Schwierigkeiten eines Arbeitssuchenden kennen können (Psychiatriehintergrund, Drogenabhängigkeit, Alkoholkrankheit etc) und zum anderen auch die Schwerpunkte/Anforderungen der einzelnen Sozialen Betriebe nicht überblicken können. Vermeidbarer Mehraufwand sowohl bei der ARGE in den Sozialbürgerhäusern als auch bei den Sozialen Betrieben ist die Folge. Hier wäre zu überlegen, ob zumindest pro Sozialbürgerhaus einE ArbeitsvermittlerIn für alle Sozialen Betriebe zuständig sein sollte.

Als weiteres Problem ergibt sich, dass die ARGE ausschließlich Personen mit besonders schwierigen Mehrfachproblemen in die sozialen Betriebe vermittelt, so dass das Arbeiten dort immer weniger dem Wunsch des Referates für Arbeit und Wirtschaft entsprechen kann, auch die geforderten Erlöse zu erwirtschaften. Diese Problemstellung, die die sozialen Betriebe zwischen die Anforderungen von Arge und RAW stellt, soll ebenfalls zwischen Verwaltung, ARGE und MAGAFI besprochen werden.

Mit zu diskutieren wäre die Problematik, dass die ARGE grundsätzlich davon ausgeht, dass künftig so genannte „entfristet“ Beschäftigte (Stichwort 3. Arbeitsmarkt) 40 Stunden pro Woche arbeiten können, aber in Wirklichkeit vielleicht 25 – 30 Stunden schaffen. Gleichzeitig wird von Seiten des RAW aber eine Arbeitskapazität bei den Erlösen von 40 Stunden pro Person zu Grunde gelegt..

Die Verwaltung wird gebeten, ein mit der MAGAFI abgestimmtes Vorgehen bei der weiteren Vermittlungspraxis vorzulegen.

Fraktion Die Grünen – rosa liste
Initiative: Siegfried Benker
Lydia Dietrich

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