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05.10.2007
Antrag
Ausrichtung des Vermögensmanagements nach ethischen und ökologischen Kriterien
Die Stadtkämmerei wird aufgefordert, mindestens 20 % des städtischen Vermögens nach ethischen und/oder ökologischen Kriterien anzulegen.
Dabei sollen die Anlagen den Richtlinien des Anlageuniversums von oekom research AG genügen , der auch dem HVB Nachhaltigkeitsindex zugrundeliegt.
Diese basieren auf der weltweit umfassendsten Kriteriensammlung zur ethischen Bewertung von Unternehmen (Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden: entwickelt mit der Theologischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universitäten Frankfurt und Hohenheim).
Dem Stadtrat ist jedes Jahr über die Anlagestruktur und den Anteil ethischer und ökologischer Geldanlagen zu berichten.
Begründung:
In der Vollversammlung vom 18.7.2007 hat der Stadtrat beschlossen, das Vermögensmanagement auf die „absolute return“ Strategie umzustellen. Nach dieser Strategie ist es zukünftig auch möglich in kleinere Anlageformen, Fonds etc. zu investieren, was vor allem Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder andere ethische Geldanlagen betrifft.
Klimaschutz und Gerechtigkeit für die Eine Welt werden nicht nur durch eigenes Engagement der Stadt gefördert, sondern auch durch finanzielle Unterstützung über die Beteiligung an Investmentfonds oder Aktien, aus denen Klima- und Umweltschutz und eine gerechtere Welt finanziert werden. Die beste Rendite darf aus klimapolitischen und ethischen Gründen nicht das einzige Kriterium für eine Geldanlage sein. Das haben inzwischen schon viele Privatleute begriffen und investieren ihr Geld in sozialethische und ökologische Geldanlagen - oft mit großem Gewinn, denn Öko boomt zur Zeit. Erneuerbare Energien erleben Höhenflüge und das schlägt sich auch in den Renditen dieser Geldanlagen nieder. Die Stadtkämmerei ist deshalb aus ökologischen, ethischen, aber auch wirtschaftlichen Gründen gut beraten, mehr Geld in diesen Bereich zu investieren. Das ist München auch seinem Image als Energiesparhauptstadt und als Solarhauptstadt der bundesweiten Großstädte schuldig.
Fraktion Die Grünen rosa liste
Initiative: Sabine Krieger
Stadträtin
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