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100 Jahre Internationaler Frauentag


6.3.2007

Antrag



Mehr Naturschutz am Gleisdreieck

Die Verwaltung wird aufgefordert in der Weiterentwicklung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit Grünordnung Nr. 1907 folgende Änderungen zu prüfen:

● Reduzierung der bebauten Grundfläche des Vorhabens Metro Großhandel durch zweigeschossige Bebauung

● Reduzierung der bebauten Grundfläche durch eine mehrgeschossige Garage

Begründung:
Das Pasinger Gleisdreieck mit seiner durch kleine Gebüsche und Baumgruppen geprägten offenen Wiesenlandschaft wird im Arten- und Biotopschutzprogramm der Landeshauptstadt München als überregional bedeutsam für den Naturschutz eingestuft. Zwei vom Bund Naturschutz in Bayern und dem Landesbund für Vogelschutz beauftragte Gutachter haben auf dem Gelände des Pasinger Gleisdreiecks eine außergewöhnlich vielfältige Pflanzen- und Tierwelt festgestellt. Insgesamt kommen 244 Pflanzenarten vor. Davon stehen 64 auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen Bayerns. Ähnlich artenreich ist auch die Tierwelt. Besonders hervorzuheben sind Vorkommen von Grünspecht, Gartenrotschwanz, Zauneidechse und Idas-Bläuling. Dies ist doch sehr überraschend, da das Gebiet ja schon bereits länger aus naturschutzfachlicher Sicht beobachtet wird.
Das Planungsgebiet ist aber einer der Ersatzstandorte für Gewerbeunternehmen, die sich heute auf den Zentralen Bahnflächen HLP befinden und die im Rahmen der Umstrukturierung dieser Flächen verlagert werden sollen. Das beschloss der Stadtrat 2001. Deshalb will die Fa. Metro ihren heutigen Standort von der Peter-Anders-Str. 6 auf das Gleisdreieck verlagern.
Für den alten Standort in Pasing ist das ein enormer Gewinn. Deshalb wird diese Umverlagerung auch von uns unterstützt. Ob der neue Metro Markt allerdings in dieser Form und Größe gebaut werden muss, ist angesichts des sensiblen Ökosystems am Gleisdreieck doch sehr fraglich. Auch bei einem Großmarkt ist eine zweigeschossige Bebauung zumutbar. Das Gleiche gilt für den Parkplatz. Auch große Möbelhäuser wie Ikea haben mehrgeschossige Garagen, die hervorragend angenommen werden. Gerade der Parkplatz wird in einem Gebiet vorgeschlagen, in dem die Gutachter wertvolle und seltene Tier- und Pflanzenarten gefunden haben. Deshalb wäre eine Verkleinerung der Grundfläche aus der Sicht des Naturschutz erforderlich.


Sabine Krieger
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen / Rosa Liste


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