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24.10. 2006
Antrag
Mehr Flächen für Graffiti
Der Stadtrat möge beschließen:
1. Das Kulturreferat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit anderen städtischen Referaten sowie den Beteiligungsgesellschaften die Zahl der Flächen, an denen Graffiti-Sprayen legal möglich ist, deutlich zu erhöhen. Hierfür ist auch darzustellen, welche legalen Flächen es bisher für Graffiti-KünstlerInnen gibt.
2. Das Kulturreferat übernimmt dauerhaft eine Koordinierungsfunktion zwischen interessierten Graffiti-KünstlerInnen und der Stadtverwaltung bzw. den städtischen Gesellschaften sowie Privatpersonen und Unternehmen, die Flächen zur Verfügung stellen können.
3. Dabei sollen möglichst sowohl dauerhafte Flächen für hochwertige Graffiti entstehen als auch Flächen, auf denen die angebrachten Graffitis häufiger übersprüht werden können.
4. Das Kulturreferat soll darstellen, aus welchen Haushaltsstellen Materialkosten sowie kleinere Honorare übernommen werden können.
5. Das Schulreferat soll es Schulen stärker als bisher ermöglichen, in Absprache mit KünstlerInnen Flächen für Graffiti zur Verfügung zu stellen.
Begründung:
Längst ist das Sprayen von Graffiti eine eigene anerkannte Kunstrichtung. Die Zahl legaler Graffiti-Flächen in München ist aber nach wie vor zu klein. Ziel dieses Antrages ist es, die legalen Arbeitsmöglichkeiten für Graffiti-KünstlerInnen in München deutlich zu erhöhen.
Um dies zu erreichen soll das Kulturreferat eine Koordinierungsfunktion übernehmen, um die städtischen Referate, die städtischen Gesellschaften sowie potentielle private Besitzer von in Frage kommenden Flächen zum Anbieten von Flächen zu bewegen.
Insbesondere sollen Schulen die Möglichkeit erhalten, in Absprache mit KünstlerInnen Flächen zur Verfügung zu stellen.
Da die Qualität der Graffitis sehr unterschiedlich ist, sollen für langjährig tätige und erfahrenere KünstlerInnen Flächen zur Verfügung gestellt werden, die auch langfristig erhalten bleiben. Für NeueinsteigerInnen sollte es Flächen geben, die öfter neu übersprüht werden können.
Auch die Frage der Materialkosten je nach Größe mehrere hundert Euro pro Bild sowie kleinerer Honorare sollte vom Kulturreferat geklärt werden.
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen rosa Liste
Initiative: Siegfried Benker
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