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23. Februar 2006
Gesunde Luft im Klassenzimmer und Energiesparen das geht!
Innovatives Heizungs- und Lüftungsprojekt an Pilotschule realisieren
Antrag
Das Schulreferat wird aufgefordert an einer neu zu errichtenden Schule vorzugsweise einer Grundschule das besondere Heiz- und Lüftungssystem, das an der städtischen Berufsschule für elektrische Anlagen- und Gebäudetechnik entwickelt wurde zu realisieren.
Ziel ist es, die Energiekosten und den CO2 Ausstoß erheblich zu senken und durch eine stets frische und gefilterte Raumluft die Lern- und Arbeitsbedingungen für LehrerInnen und SchülerInnen erheblich zu verbessern.
Begründung:
Die städtische Berufsschule für elektrische Anlagen- und Gebäudetechnik hat unter Leitung von Willi Kirchensteiner ein besonderes energieeffizientes Heizungs- und Lüftungssystem entwickelt und inzwischen als Pilotprojekt in einem Raum der Schule verwirklicht, Die Gesamtauswertung für die Heizperiode 2004/05 ergab eine Energieeinsparung von knapp zwei Drittel der bisher benötigten Energie. Zusätzlich erwirtschaftete die Anlage noch einen Heizenergieüberschuß, der an das gesamte Haus abgegeben werden konnte. Auch konnten erhebliche Verbesserungen der Luftqualität (bei CO2 und Feinstaub) festgestellt werden. Im Luftfilter fanden sich erhebliche Mengen Feinstaub und bei der CO2 Messung konnten die DIN-Vorgaben unter 1500 ppm eingehalten, was mit herkömmlicher zeitweiliger Fensterlüftung unmöglich ist.
Kernelement der innovativen Technik ist eine Abluftwärmepumpe, die die verbrauchte, belastete Abluft energetisch entlädt und diese dann als Fortluft stark abgekühlt nach außen bläst. Der Energiegewinn wird wieder den Heizkörpern des Raumes zugeführt, durch die frische Außenluft über Lufteinlassdüsen mit Filtern in den Raum einströmt und sich dabei erwärmt.
Anlass für die Entwicklung dieses Lüftungs- und Heizungssystems ist eine mit bisheriger Technik kaum beherrschbare Konfliktsituation an allen Schulgebäuden zwischen dem zentralen Heizwärmeangebot und dem stark schwankenden Wärmebedarf zwischen den nördlichen und südlichen Klassenräumen. Während die südlichen Zimmer bei Überheizung oft mit Dauerlüftung geregelt werden, wird in den Nordräumen über mangelnde Temperierung geklagt. Eine Anhebung der gesamten Vorlauftemperatur verstärkt bei gleichzeitiger Sonneneinstrahlung den Dauerlüftungsverlust in den Südräumen. Der hydraulische Abgleich der Gesamtanlage wird mit Thermos-atventilen kaum mehr erfüllbar. Zusätzlich beobachtet man hier oft gekippte Fenster über Nacht mit verstärkter Auskühlung der Räume und massiver Steigerung der Energiekosten!
Mit einem verkleinerten zentralen Heizungssystem kann die Grundlast der Südräume ausreichend gedeckt werden. Durch ein zusätzliches kleines dezentrales Heizungssystem in jedem Klassenraum auf der Basis „kontrollierter Wohnraumlüftung“ könnten zwei wichtige Ziele der Raumklimatisierung erreicht werden:
· Die von den Schülern und der Sonne in den Klassenräumen erzeugte „zusätzli-che Heizleistung“ kann mit einer Abluft-Wärmepumpe in das Gesamtheizungs-system eingeleitet werden, was zu Kosteneinsparungen bis zu 50 % führen kann - bei guter Wärmedämmung sogar noch wesentlich mehr!
· Die Fenster der Klassenräume bleiben grundsätzlich verschlossen, da durch das Abluftsystem immer frische, gefilterte Außenluft in die Klassenräume nachströmt und somit optimale klimatische und hygienische Bedingungen in den Räumen bestehen. Eine Lösung für das Feinstaubproblem und die oft exorbitant hohe CO2-KOnzentration (bis zu 5500 ppm!) in den Klassenräumen.
B90/Die GRÜNEN/rosa liste
Sabine Krieger
Jens Mühlhaus
Jutta Koller
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