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30. 11. 2006
Wer betreut Münchens Kinder?
Anfrage
Am 7.November wurde in München die Kinderbetreuungsstudie des deutschen Jugendinstitutes vorgestellt. Die bundesweit repräsentative Elternbefragung von 8.000 Privathaushalten mit Kindern bis zum Alter von sieben Jahren macht deutlich, welche Defizite die Kinderbetreuung in Deutschland hat. Allerdings kommt sie auch zu einigen Ergebnissen, die überraschen. So ist das Einkommen der Eltern nicht ausschlaggebend für den Besuch des Kindergartens. Außerdem werden Kinder aus Migrantenfamilien besser erreicht als vermutet. Kinder, die nicht hingehen, kommen aus bildungsfernen Familien. Aus der Analyse werden vielfältige Konsequenzen für Politik und Praxis gefordert. Darunter sind für München folgende Forderungen interessant:
● das Angebot für Kinder zwischen zwei und vier Jahren auszubauen, da in diesem Alter die Sprachentwicklung besonders prägend ist.
● Ergänzung des Ganztagsangebotes durch zusätzliche Angebote, Verbund- und Netzwerklösungen
● Forderung nach mehr Eltern-Kind Zentren
● Mehr Bildungsorientierung in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erzie-hung. Höhere Anforderungen an die Qualifizierung des Erziehungspersonals und der Tagespflege
Um zielgerichteter auf die Betreuungsdefizite in München reagieren zu können, ist eine Analyse der Situation in München im Verhältnis zu den Befunden der Studie wichtig.
Deshalb frage ich:
● Wie hoch ist der Anteil der Dreijährigen in den städtischen Kindertagesstätten im Verhältnis zu den Älteren? (In Deutsche und Kinder mit Migrationshintergrund aufgeschlüsselt)
● Wie viel Prozent der Dreijährigen besuchen einen Kindergarten? (In Deutsche und Kinder mit Migrationshintergrund)
● Wie viele Kindertagesstätten bieten Sprachförderung an?
● Welche Altersgruppe erreicht diese Förderung?
● Wie hoch muss der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in einer Gruppe sein, damit interkulturelle ErzieherInnen eingesetzt werden?
● Wie werden Kinder mit nur einem Nicht-Deutschen Elternteil gezählt?
● Welche Verbund- und Netzwerklösungen, aber auch andere Angebote der Betreuung gibt es in München und wie hoch ist ihr Anteil an der Gesamtbetreuungssituation der Münchner Kinder?
● Wie werden die Fortbildungen des PI angenommen? Wie viel Prozent der ErzieherInnen belegen 1x bzw. mehr als 1x pro Jahr eine Fortbildung?
● Sind manche Fortbildungen verpflichtend für Erzieherinnen an städtischen Kin-dergärten, Koops und Krippen? Wenn ja, welche sind diese?
● Wie viele ErzieherInnen mit Migrationshintergrund gibt es in den Kindertagesstät-ten? (Nach Art der Einrichtung aufgeschlüsselt)
Sabine Krieger
Stadträtin
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