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München, 24.3.2006
Flughafen Oberpfaffenhofen
Anfrage
Der Entwurf des Landesentwicklungsprogrammes (LEP) vom bayerischen Wirtschaftsministerium formuliert als ein Ziel im Kapitel Luftverkehr für den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen: "Die Möglichkeiten für einen bedarfsgerechten Ausbau und für seine Nutzung durch den Geschäftsreiseflugverkehr sollen offen gehalten werden." Da von einem solchen Flughafen sicherlich Auswirkungen auf die Stadt München zu erwarten wären, fragen wir:
1. Gibt es Informationen über Art und Umfang des geplanten Flugverkehrs? Gibt es zahlenmäßige und/oder zeitliche Beschränkungen (z.B. nachts)?
2. Wer ist möglicher Vorhabensträger und aus welchen Mitteln würde der Flughafen finanziert?
3. Welche Genehmigungsverfahren sind nötig, wenn der Flughafen zu einem Verkehrsflughafen ausgebaut wird - und zwar wenn das Ziel im LEP bestehen bleibt bzw. wenn der Ausbau als Ziel im LEP herausfallen würde?
4. Wie verläuft die Ein- und Ausflugschneise? Welche Stadtteile von München werden dabei mit welcher Flughöhe überflogen? Welche Lärmbelastung ergibt sich daraus bei Ausbau zu einem Verkehrsflughafen? Wieviele Münchner Bürger/ -innen wären davon betroffen?
5. Ist aus der möglichen Lärmbelastung eine Minderung der Wohnqualität und eine damit einhergehende Wertminderung für das geplante Wohn- und Gewerbegebiet in Freiham zu erwarten?
6. Wie wirkt sich die Ausweitung des Flugverkehrs auf die Naherholungsgebiete im Münchner Westen und Südwesten ("Fünfseenland") aus? Inwiefern werden regionale Grünzüge, insbesondere der Grünzug "Herrschinger Moos/ Weßlinger See/ Grüngürtel München West: Aubinger Lohe", beeinträchtigt?
7. Plant der Oberbürgermeister bezüglich dieser Frage gegenüber dem bayerischen Landtag, den Münchner Landtagsabgeordneten und der Staatsregierung aktiv zu werden?
Boris Schwartz
Siegfried Benker
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