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ddd


30.01. 2006

Prostitution als Wirtschaftsfaktor


Anfrage

Der Wirtschaftsstandort München zeichnet sich insbesondere durch den starken Dienstleistungssektor und die Tourismusbranche aus. Darüber hinaus ist München Gastgeber zahlreicher internationaler Messen und Kongresse.

Zu einem starken Wirtschaftsstandort mit vielen nationalen und internationalen Gästen gehört auch, dass Prostitution als Dienstleistung eine starke Nachfrage erfährt und das Angebot entsprechend groß ist. In Städten wie Hamburg ist Prostitution ein großer Wirtschaftsfaktor, es wird dort mit der Dienstleistung Prostitution geworben.

Nachdem die Prostitution seit dem Prostitutionsgesetz offiziell als Beruf anerkannt wurde, steht auch der Betrachtung der Prostitution als Standortfaktor nichts im Wege.


Daher frage ich das Referat für Arbeit und Wirtschaft:


1. Wie viele Arbeitsplätze und Selbstständige gibt es in München im Dienstleistungssektor Prostitution?

2. Wie verteilt sich die Nachfrage nach den Dienstleistungen innerhalb eines Jahres, sind Spitzenzeiten zu Messen, Kongressen bzw. zur Wies`n erkennbar und wenn ja in welchem Ausmaß?

3. Wie hoch schätzt das Referat den Steueranteil, den das Prostitutionsgewerbe in München durch seinen Umsatz abführt?

4. Wie hoch wäre der Steueranteil, wenn alle diejenigen Prostitutionsbetriebe abführen würden, die aus Angst vor hohen Rückforderungen bzw. fehlender Altfallregelungen oder aufgrund der starken Beschränkungen (Sperrbezirksverordnung) in der Illegalität arbeiten?

5. Welche Wirtschaftskraft besitzt der Sektor Prostitution, wie hoch schätzt das Referat den Umsatz aus diesem Bereich in München?

6. Welchen Stellenwert hat der Bereich der Prostitution als weicher Wirtschaftsfaktor für den Wirtschaftsstandort München?

7. Wie wird seitens der Bundesagentur für Arbeit mit dem Berufsfeld Prostitution umgegangen, was bspw. Informationen für Prostituierte nach sowohl Arbeitsmöglichkeiten als auch Umschulungsmöglichkeiten für Ausstiegswillige München betrifft?

8. Welche Möglichkeiten und Notwendigkeiten sieht das Referat, Prostitutionsbetriebe entsprechend der hohen Nachfrage bspw. im Rahmen von Messen und Kongressen ortsnah anzusiedeln und insofern positiv zu steuern?


Bündnis 90/Die Grünen/rosa liste
Lydia Dietrich
Stadträtin

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